Auf Schloss Dhaun wurde aus einer gefühlt endlosen Grundsatzdebatte nun doch noch handfeste Realität: Das viel diskutierte Geländer ist da – und wächst gerade vor der Mauer empor. Noch Anfang Oktober wollte der Zweckverband im Zusammenspiel mit dem Pächter zwischen Holz, Metall und vermutlich weiteren Gedankenspielen abwägen, stets im Schatten der Verkehrssicherungspflicht. Hätten die Wildgrafen seinerzeit mal ein paar Steine mehr aufgesetzt, dann wäre das Geländer kein Thema geworden. Es wurde nun gehandelt: Die Firma GSS Sordon bohrt, betoniert und montiert – und das Ganze für rund 17.670,91 Euro. Halteeisen wurden einbetoniert, darauf thronen jetzt die imprägnierten Holzpfosten – solide, entschlossen und mit einem Hauch von „jetzt aber wirklich“. Das Ergebnis: ein Holzgeländer vor der Mauer, mit Pfosten und zwei Querstreben darüber.
Das Konstrukt ragt ein Stück über die historische Begrenzung hinaus – was zunächst auffällt, aber vermutlich bald in die Kategorie „War schon immer so“ übergehen wird. Überraschenderweise fügt sich das Ganze optisch weniger schlimm ein als befürchtet. Ein kleiner Sieg der Gewöhnung vor der Ästhetik. Besonders erfreulich: Kinder haben jetzt deutlich schlechtere Karten, wenn sie auf Abwege geraten wollen. Eine zunächst angedachte untere Verstrebung wurde nämlich gestrichen – aus gutem Grund, denn sie hätte sich hervorragend als Steighilfe angeboten. Und Kletterpark war hier ja nie das Konzept. Die Arbeiten sollen noch in dieser Woche abgeschlossen werden. Pünktlich zum Romantisches Gartenfest am Muttertagswochenende steht damit fest: Die Romantik bleibt – das Risiko geht.






