Kirner Oster-Deko: Das Ei fährt heim

Kaum ist Ostern vorbei, geht alles plötzlich ganz schnell. Eben noch bunt geschmückt, frühlingshaft dekoriert und voller österlicher Vorfreude – und zack: aus Kirn verschwunden. Als hätte jemand heimlich den Stecker gezogen. Die Deko? Auf Nimmerwiedersehen – zumindest bis zum nächsten Jahr. Doch wer in diesen Tagen aufmerksam unterwegs ist, kann sie noch sehen: die letzten Überbleibsel der Osterzeit auf ihrer ganz eigenen Reise. So etwa dieses XXL-Osterei, das – man glaubt es kaum – gemütlich auf der Ladepritsche durch die Gegend kutschiert wird. Als Radfahrer reibt man sich da schon kurz die Augen: Wurde ich gerade wirklich von einem Osterei überholt?

Des Rätsels Lösung ist deutlich weniger magisch, aber nicht minder charmant: Der städtische Bauhof hat ganze Arbeit geleistet. Abgebaut, eingesammelt, verstaut. Ostern ist vorbei, Ordnung muss sein. Und so treten Hase, Ei und Co. ihren jährlichen Rückzug an – vermutlich in ein dunkles Lager, irgendwo zwischen Weihnachtsbeleuchtung und Bühnenwagen. Dort warten sie nun geduldig auf ihren nächsten großen Auftritt. Denn eines ist sicher: Sie kommen wieder. Pünktlich, bunt und zuverlässig wie eh und je. Bis dahin bleibt nur die Erinnerung – und vielleicht das kleine Staunen darüber, dass man nicht alle Tage von einem Osterei überholt wird.