Ein Beitrag aus der Rubrik nachgehakt: Wie kann Kirn auf breiter Front attraktiver werden? Diese Frage stand vor genau einem Jahr im Fokus einer Stadtratssitzung. Der Fachbereichsleiter für Wirtschaftsförderung und Tourismus brachte damals einen Vorschlag ins Spiel: ein Innenstadtfest, kombiniert mit einem verkaufsoffenen Sonntag, um kaufwillige Laufkundschaft anzulocken. Warum nicht? Schließlich gehörte ein solches Fest einst fest zum Veranstaltungskalender – bis es mangels Interesses eingestellt wurde. Ein Wiederbelebungsversuch scheiterte. Ein weiterer Anlauf also? Grundsätzlich ist alles zu begrüßen, was zur Belebung beiträgt. Ein zusätzlicher Impuls kann nicht schaden. Doch ein Jahr später herrscht Funkstille – vom Innenstadtfest ist nichts mehr zu hören.
Ist das Projekt eingeschlafen? Steckt es in der „Absichtsfalle“ fest? Dabei mangelt es nicht an finanziellen Mitteln: Seit zwei Jahren stehen 250.000 Euro aus dem Landesförderprogramm „Impulse“ für Kirn bereit – genau für solche Maßnahmen. Ziel ist es, Innenstädte zu stärken, Leerstände zu reduzieren und den Einzelhandel zu beleben. Die Voraussetzungen für aktives Handeln waren und sind also gegeben. Bleibt die Frage: Was ist aus der Idee geworden? Ist die geplante Wiedereinführung des Innenstadtfestes still und leise beerdigt worden – oder tut sich im Hintergrund doch noch etwas?




