Bei der vergangenen Landtagswahl in Rheinland-Pfalz konnte sich Denis Alt im Wahlkreis 18 eindrucksvoll durchsetzen. Mit 42,5 Prozent der Wahlkreisstimmen errang der SPD-Kandidat ein klares Direktmandat und ließ die Konkurrenz deutlich hinter sich. Auch bei den Landesstimmen zeigte sich die Dominanz der SPD: 41,4 Prozent bedeuteten eine stabile Führungsposition. Die CDU folgte mit deutlichem Abstand bei rund 26 Prozent, während kleinere Parteien wie AfD, Grüne und FDP jeweils im einstelligen Bereich blieben. Das Ergebnis von 2021 war Ausdruck einer starken sozialdemokratischen Verankerung in der Region. Doch diese klare Dominanz dürfte es am Sonntag in dieser Form nicht mehr geben. Im gegenteil: Es zeichnet sich ein deutlich offeneres Rennen ab.
Landesweit sprechen Beobachter von einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU – und auch im Wahlkreis 18 dürfte sich dieser Trend widerspiegeln. Der einst komfortable Vorsprung der SPD wird spürbar schrumpfen, die Abstände zwischen den Parteien werden kleiner. Der souveräne Sieg von Denis Alt wird sich so nicht wiederholen – mehr noch: Er muss um sein Direktmandat bangen. Die Kräfteverhältnisse im Wahlkreis könnten sich deutlich verschieben. Er gilt nach wie vor als Favorit, aber eine Überraschung ist nicht ausgeschlossen. Katharina Gräff hat realistische Chancen, das Direktmandat zu erringen. Die Stimmung vor Ort spricht für die CDU-Newcomerin. Auch Jürgen Klein (AfD) dürfte eine Rolle spielen. Zwar nicht im direkten Kampf um Platz eins, aber als Faktor, der den beiden großen Parteien entscheidende Stimmen abnehmen kann.




