Traditionsreiches Pfarrhaus in Hochstetten: Zwei Jahre auf dem Markt, noch immer unverkauft

Über Jahrzehnte hinweg war das evangelische Pfarrhaus in Hochstetten eine angesehene Adresse: eine Heimstätte für Pfarrer, ihre Familien und ein Ort der Einkehr und Besinnung. Das stattliche Gebäude oberhalb des „Pfarrer-Schotte-Hauses“ prägte das Ortsbild und war ein Symbol der kirchlichen Präsenz in der Gemeinde. Nach dem Auszug der letzten Gemeindepfarrer wurde das Haus zunächst vermietet – und schließlich am 6. März 2024 offiziell zum Verkauf angeboten. Zwei Jahre später, im März 2026, wartet das traditionsreiche Anwesen noch immer auf einen Käufer. Der ursprüngliche Verkaufspreis von 389.000 Euro wurde auf 339.000 Euro gesenkt – doch selbst dieser Nachlass konnte bisher niemanden überzeugen. Das Haus selbst hat durchaus Charme und Potenzial: ein großzügiges Grundstück, historische Architektur und eine prominente Lage machen es zu einem interessanten Objekt für kreative Käufer.

Allerdings gibt es auch Hürden: Der Keller beherbergt mittlerweile die Bücherei der Ortsgemeinde, das Hauptgebäude ist ebenso noch vermietet, und die historische Bausubstanz erfordert von außen betrachtet teilweise energetische Renovierungen. Kombinationen wie diese scheinen auf dem aktuellen Immobilienmarkt eher selten Anklang zu finden. Ob es an der Lage liegt, am möglichen Renovierungsaufwand oder an den unklaren Nutzungsmöglichkeiten – die Gründe, warum das Pfarrhaus bislang keinen Liebhaber gefunden hat, bleiben vielfältig. Für die Kirchengemeinde bedeutet das: zwei Jahre nach Verkaufsstart ist ihr ehemaliges Vorzeigeobjekt weiterhin ein „Ladenhüter“. Ob sich das Anwesen in absehbarer Zeit zu einem begehrten Schmuckstück wandeln lässt, oder ob es weiterhin still im Netz auf einen neuen Besitzer wartet, bleibt offen. Aller guten Dinge sind drei Jahre.