„Es war anstrengend, heiß, aber geil“ – mit dieser Bilanz hatte Thomas Kreis im vergangenen Jahr seine Premiere als neuer Festwirt der Kirner Kerb zusammengefasst. Euphorie, Aufbruchsstimmung und viele Ankündigungen für die Zukunft prägten damals den Ton. Von einer möglichen längeren Zusammenarbeit war die Rede, von Verbesserungen, Weiterentwicklungen und vielleicht sogar mehr. Ein halbes Jahr später ist davon nichts mehr geblieben. Nach nur einem einzigen Auftritt endet die Zeit von Thomas Kreis als Festwirt der Kirner Kerb bereits wieder. Aus persönlichen Gründen, die nicht im Zusammenhang mit der Kirner Kerb stehen, legt er das Amt nieder, wie er auf Nachfrage mitteilte. Der optimistische Start mündet damit in ein abruptes Ende.
Für die Stadt Kirn bedeutet das erneut Unsicherheit. Wieder steht die Frage im Raum, wer künftig die Kerb bewirtschaften soll – eine Herausforderung, die schon im vergangenen Jahr nicht leicht zu lösen war. Dennoch gilt: Die Kirner Kerb selbst dürfte nicht gefährdet sein. Anders als in Bad Sobernheim, wo das Traditionsfest in diesem Jahr vor dem Aus steht, besteht in Kirn weiterhin der feste Wille, die Kerb fortzuführen. Hinter den Kulissen wird man sich daher bereits auf die Suche nach einem Nachfolger gemacht haben. Geht eine Tür zu, geht eine andere auf – ob und wann sich diese für Kirn öffnet, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die Euphorie ist verflogen, die Realität hat Einzug gehalten.

