Manchmal holt die Realität die Satire schneller ein, als man „Wasser marsch“ sagen kann. Inzwischen hat sich die Baufirma Bronn gemeldet und sich für den gestrigen Bericht Wirtschaftsweg zwischen Karlshof und St. Johannisberg: Achtung, gesperrt! (Aber nur theoretisch) bedankt. Gar nicht für! Die mitgeschickten Aufnahmen zeigen eindeutig: Der Wasserrohrbruch hat existiert – und er wurde fachgerecht beseitigt. Allerdings bereits vor Erscheinen des Beitrags. Genau deshalb war vor Ort nichts mehr zu sehen. Keine Baustelle, keine Absperrbaken, kein Hinweis auf ein frisches Malheur im Untergrund. Die Praktiker waren schlicht schneller als die Theoretiker. Während auf der Straße längst wieder Normalität herrschte, blieb die Meldung über Rohrbruch und Sperrung weiterhin online – und ist es, Stand jetzt, sogar noch. Dass der Eindruck einer „Geistersperrung“ entstand, ist damit erklärbar, aber keineswegs böswillig. Der Schreiber konnte nicht wissen, dass der Schaden bereits behoben war und die Information auf der Homepage schlicht vergessen wurde zu entfernen. Am Ende bleibt festzuhalten: Der Rohrbruch war real, die Reparatur vorbildlich schnell – nur die digitale Nachbereitung hielt mit der handwerklichen Leistung nicht ganz Schritt. Und so entstand kurzfristig der Eindruck, dass Theorie und Praxis einmal mehr auf unterschiedlichen Wegen unterwegs waren. Danke an Ronny Müller für die Bilder und die Klarstellung.






