Unterschriftenziel erreicht: Bürgerentscheid Windräder in Simmertal rückt näher

Erst Hennweiler, nun Simmertal? Es deutet vieles darauf hin, dass sich das Kirner Land im neuen Jahr gleich mit zwei Bürgerentscheiden befassen muss. In beiden Fällen regt sich Widerstand gegen Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien. In Simmertal hat sich aus der Bürgerschaft heraus eine Initiative gebildet, die das Ziel verfolgt, ausreichend Unterschriften für die Durchführung eines Bürgerentscheids zu sammeln. Damit soll den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gegeben werden, sich direkt zur Nutzung kommunaler Flächen für Windkraftanlagen zu äußern und aktiv an der politischen Willensbildung teilzunehmen. Rund 145 Unterschriften sind hierfür erforderlich – diese Anzahl wurde bereits erreicht. Hintergrund der Initiative ist ein Antrag der FWG-Fraktion im Gemeinderat, die Bevölkerung zu dieser Frage unverbindlich zu befragen. Dieser Antrag wurde trotz bestehender Mehrheitsverhältnisse abgelehnt. Als Gründe wurden unter anderem der organisatorische Aufwand sowie die fehlende rechtliche Bindungswirkung einer solchen Befragung angeführt. Da die Entscheidung über die Verpachtung kommunaler Flächen somit allein beim Gemeinderat verbleibt, soll nun über einen Bürgerentscheid eine direkte Beteiligung der Bürgerschaft ermöglicht werden.

5 thoughts on “Unterschriftenziel erreicht: Bürgerentscheid Windräder in Simmertal rückt näher

  1. Wenn ein Projekt dann nicht weg ist, sondern nur kleiner, teurer oder an einen anderen Ort rutscht, hat man viel Energie investiert, ohne das eigentliche Ziel zu lösen. Am Ende fehlen Einnahmen für die Gemeinde, während die übergeordneten Planungen trotzdem greifen. Bürgerentscheide sind ein starkes Mittel, sollten aber dort eingesetzt werden, wo Alternativen verhandelbar sind: Beteiligung, Ausgleich, lokale Wertschöpfung statt ein reines Nein. Wenn Bürgerentscheide gezielt genutzt werden, um Projekte grundsätzlich zu verhindern, wird aus Mitbestimmung eine Blockade. Klimaschutz funktioniert aber nicht ohne lokale Umsetzung – irgendwo müssen Anlagen stehen, sonst bleibt alles Theorie. Klimaschutz heißt Veränderung, auch vor der eigenen Haustür. Wer grundsätzlich Nein sagt, nimmt in Kauf, dass Ziele verfehlt werden – egal wie man es verpackt. So zerstört man aktiv unsere Natur und somit unseren Planeten.

    1. Wir wollen Strom zu jeder Jahreszeit, bei Tag und bei Nacht zu bezahlbaren Preisen.
      So wie es vor dem Wirken vom Minister Habeck möglich war.
      Einen weiterer Ausbau ist bei fehlender Speicherkapazität auch nicht rentabel. Es stehen schon jetzt viele davon still. Sie kosten aber beim Bau, der Wartung , die Subventionen für die Pächter und für die Fremdspeicherung im Ausland.
      Selbst der Abbau nach 20 Jahren Laufzeit muss von der Gemeinde bezahlt werden. Ist kein Geld mehr in der Gemeindekasse machen wir das sicher über wiederkehrende Beiträge.
      Es wurden jährlich noch nie soviel Bäume gefällt, soviel Flächen versiegelt wie für den Bau von Windrädern im Namen des Naturschutzes. Die Bäume brauchen nicht nur wir Menschen sondern auch die Vögel, die Waldtiere , Pflanzen . Also Naturvernichtung im Übermass.
      Wir möchten dazu nicht ja sagen.
      Deshalb das Bürgerbegehren.

      1. Ohne Klimaschutz wird es keine Natur mehr zum Schützen geben. Ganz simpel.
        Natürlich kostet eine Investition erst einmal Geld. Wie alles. Das ist völlig normal und legitim. Einfach ein bisschen weiter denken als nur 3 bis 5 Jahre.

        1. Das Klima bestimmen nur Naturgesetze. Ob es warm oder kalt ist, regnet oder schneit bestimmt nicht der Mensch. Gott sei’s gedankt.
          Was wir tun müssen ist Naturschutz betreiben.
          Bäume erhalten für die Luftreinigung, Bodenversiegelung vermeiden für die Wasserversorgung, Lebensraum gesund erhalten für Mensch und Tier.
          Wir haben nichts gewonnen Atomstrom oder Strom aus fossilen Brennstoffen aus dem Ausland zu nutzen weil nur in Deutschland der effeltive und preiswerte Strommix zerstört wurde. Wir haben mit der grünen Erergie unserer Wirtschaft und auch uns selber erheblich geschadet. Bitte liebe Simmertaler, lassen wir uns unsere schöne Umgebung nicht zerstören . Das Weltklima ist unabhängig von uns. Der Wandel unterliegt Naturgesetzen . Schon immer, seid die Erde besteht.

Comments are closed.