Auf der Homepage von Hochstetten-Dhaun liest man mit ernster Miene: „Wirtschaftsweg St. Johannisberg – Karlshof gesperrt wegen Wasserrohrbruch.“ Man klickt, runzelt die Stirn und stellt sich schon mal auf Baustellenlärm und hektisches Absperrband ein. Doch kaum tritt man auf den Weg, offenbart sich die Wahrheit: nichts, aber auch gar nichts, weist auf irgendeinen Rohrbruch hin. Der Verkehr rollt. Keine Schilder, keine Barken, kein „Wasser marsch!“. Nur Schnee, Glätte und die winterliche Normalität. Man fragt sich: Warum diese theatrale Ankündigung auf einer Homepage, wenn vor Ort jeder fahren kann wie immer? Also diejenigen, die fahren dürfen – wegen Zeichen 250 und so. Vielleicht ist es ein neues Konzept: „digitale Sperrung“, ganz ohne lästiges Absperrmaterial. Oder ein Fall von „Geisterbaustelle 2.0“. Fest steht nur: Wer sich auf die virtuelle Meldung verlässt, wird enttäuscht. Und wer vor Ort fährt, erlebt die skurrile Komödie einer Sperrung, die nur im Internet existiert.
Wirtschaftsweg zwischen Karkshof und St. Johannisberg: Achtung, gesperrt! (Aber nur theoretisch)




