Innenstadtfest: Kirn plant die Wiederbelebung der Wiederbelebung – oder doch nicht?

Farbe bekennen, Herr Brötzman! Wie kann das Kirner Land auf breiter Front attraktiver werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt der jüngsten Stadtratssitzung. Der Fachbereichsleiter für Wirtschaftsförderung und Tourismus berichtete, was in den letzten Monaten so „passiert“ ist – oder auch nicht. Neben dem Kreisel-Haus ging es vor allem um die Belebung der Innenstadt. Die Diagnose? „Tote Hose.“ Die Therapie? Ein Innenstadtfest kombiniert mit einem verkaufsoffenen Sonntag soll kaufwillige Laufkundschaft anlocken. Ein innovativer Ansatz – wenn er nicht bereits Vergangenheit hätte. Einst war das Fest fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders, bis es an mangelndem Interesse scheiterte. Ein Comeback wurde bereits einmal versucht – und scheiterte erneut.

Nun also die Wiederbelebung der Wiederbelebung? Warum nicht? Alles was zur Belebung beiträgt ist richtig und wichtig. Einen Versuch wäre ein zusätzliches Format allemal wert. Die entscheidende Frage: Wann? Noch dieses Jahr? Nächstes Jahr? Im nächsten Jahrzehnt? Kein Wort dazu. Die Idee steckt offenbar noch in der „Absichtsfalle“ fest. Und dabei ist Geld kein Problem: Vor zwei Jahren flossen 250.000 Euro aus dem Landesförderprogramm „Impulse“, das genau für solche Zwecke gedacht ist. Ziel der Initiative ist es, Innenstädte zu beleben, Leerstände zu reduzieren und den Einzelhandel zu stärken. Sprich: Kirn hätte längst handeln können – und zwar mit finanzieller Rückendeckung. Bleibt nur die Frage, ob es in Kirn irgendwann auch zur Umsetzung reicht – oder ob alles wieder in der Planungs-Endlosschleife verschwindet.