Es pfeifen die Spatzen inzwischen nicht mehr ganz so leise von den Dächern: Bei der Stiftung kreuznacher diakonie soll sich bei den Parkgebühren einiges ändern. Die Informationen über die geplante neue Parkregelung für Bad Kreuznach und Simmern sind mittlerweile durchgedrungen und machen die Runde. Nach derzeit bekanntem Stand soll das neue System zum 01. November 2026 starten. Eine offizielle Bestätigung mit allen Einzelheiten steht zwar noch aus, doch die bislang bekannten Informationen lassen bereits erkennen, dass sich für Besucherinnen und Besucher einiges verändern könnte. Besonders positiv dürfte dabei eine Neuerung auffallen: Die ersten 30 Minuten sollen künftig kostenlos sein. Einen solchen kostenlosen Kurzzeitzeitraum gab es bislang nicht. Wer nur kurz zum Krankenhaus fährt, einen Angehörigen bringt oder abholt, ein Rezept in Empfang nimmt oder eine andere kleine Erledigung zu machen hat, soll innerhalb der ersten halben Stunde nichts bezahlen müssen. Gerade an einem Krankenhaus ist das eine sinnvolle Lösung, denn nicht jeder Aufenthalt dauert gleich mehrere Stunden. Mit diesem Angebot würde die Diakonie einen Service schaffen, den es bislang nicht gab.
Auch bei den übrigen Parkgebühren ist eine Änderung vorgesehen. Nach dem derzeit bekannten Stand sollen für die erste kostenpflichtige Stunde 2,50 Euro fällig werden. Jede weitere Stunde soll 1,50 Euro kosten. Dahingehend haut man drauf. Der Höchstbetrag soll bei 17 Euro innerhalb von 24 Stunden liegen. Für längere Aufenthalte bedeutet die neue Regelung damit insgesamt höhere Parkkosten. Nicht nur bei den Preisen, auch technisch soll sich einiges verändern. Die Parkflächen sollen künftig mit einem kamerabasierten System zur Kennzeichenerfassung verwaltet werden. Das Kennzeichen wird bei der Einfahrt erfasst und bei der Ausfahrt erneut erkannt. So soll automatisch festgestellt werden, wie lange ein Fahrzeug auf dem Parkplatz gestanden hat. Ein klassisches Parkticket wäre damit überflüssig. Für die Nutzer könnte das den Parkvorgang vereinfachen: Einfahren, Besuch erledigen und wieder ausfahren – die tatsächliche Parkdauer wird automatisch ermittelt.
Auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll das neue System Vorteile bringen. Gerade Beschäftigte, die flexibel an unterschiedlichen Standorten eingesetzt werden, kennen die Problematik verschiedener Parkregelungen. Wer beispielsweise zwischen der Ringstraße in Bad Kreuznach, der Mühlenstraße oder anderen Standorten wechseln muss, konnte bisher unter Umständen zusätzliche Parkkosten haben, wenn die vorhandene Dauerparkkarte am jeweiligen Standort nicht genutzt werden konnte. Mit dem neuen System soll dies einfacher werden. Dafür müssen die Beschäftigten rechtzeitig ihr Kennzeichen hinterlegen. Unterm Strich bringt die geplante Änderung Licht und Schatten. Wer nur kurz an der Diakonie zu tun hat, dürfte sich über die kostenlosen 30 Minuten freuen. Für längere Aufenthalte wird das Parken dagegen teurer. Gleichzeitig soll die Kennzeichenerfassung den gesamten Ablauf moderner und unkomplizierter machen. Nach dem derzeitigen Stand soll die neue Regelung zum 1. November 2026 starten. Bis dahin können sich einzelne Details, Preise oder Abläufe noch ändern. Maßgeblich sind letztlich die offiziellen Informationen der Stiftung kreuznacher diakonie beziehungsweise des jeweiligen Parkplatzbetreibers.



