Der Öffentliche Anzeiger hat zuerst darüber berichtet: Dr. Ralf Peter Schwebel hat für seine Praxis gegenüber dem Bahnhof eine Nachfolgerin gefunden. Und die Übergabe läuft so, wie man es sich angesichts des zunehmenden Ärztemangels nur wünschen kann. Bis zum 30. Juni 2027 arbeiten beide gemeinsam. Schwebel gibt sein Wissen und seine Erfahrung weiter, die neue Hausärztin lernt Patienten, Team und Praxisabläufe kennen. Danach übernimmt sie die Praxis allein. Für die Patienten bedeutet das einen sanften Übergang und die Möglichkeit, ihre neue Hausärztin bereits vorher kennenzulernen. Rückblick: Seit Oktober 2000 ist Schwebel in Kirn tätig, zunächst im Steinweg, seit 2015 in der Bahnhofstraße. Seine Praxis ist auch für Patienten aus dem Umland wichtig, einige kommen sogar mit dem Zug. Umso wichtiger ist es, dass diese zentrale Anlaufstelle erhalten bleibt.
Auch die VG Kirner Land unterstützt die Ärzteansiedlung. Über das entsprechende Programm kann auf Antrag eine Starthilfe von bis zu 50.000 Euro ausgezahlt werden. Den größten Teil dieser Starthilfe schießt die Bürkle-Stiftung zu. Damit wird deutlich, dass die Sicherung der hausärztlichen Versorgung von mehreren Seiten unterstützt werden kann. Denn solche Übergaben sind längst nicht selbstverständlich. Viel häufiger endet eine langjährige Praxistätigkeit mit der Aufgabe, weil kein Nachfolger gefunden wird. Kirn zeigt nun: Rechtzeitig geplant und unterstützt, kann eine Praxisübergabe funktionieren – zum Vorteil der Patienten und der wohnortnahen Versorgung.



