Achtung, Bagger im Hahnenbach – wobei: Wo ist der eigentlich hin?

Wer derzeit am Hahnenbach vorbeikommt, könnte sich zunächst fragen, ob hier vielleicht der Fluss umgezogen ist. Denn vom eigentlichen Bach ist auf der Baustelle kaum noch etwas zu sehen. Dafür umso mehr von Baggern, Dumpern und anderem schwerem Gerät. Die Erklärung ist denkbar einfach: Der Hahnenbach hat sich diskret an den äußersten Rand zurückgezogen. Auf ungefähr einen Meter Breite wurde dem Wasser ein kleines Ausweichquartier eingerichtet. Mehr braucht es derzeit offenbar auch nicht. Der Bach führt so wenig Wasser, dass er sich in seinem neuen, schmalen Korridor geradezu verloren vorkommt. Und damit ist der Weg frei für die großen Maschinen. Wo sich sonst ein Flussbett befindet, wird nun gebaggert, geschaufelt und gefahren. Die Arbeiten am Düker können so mitten durch das Bachbett vorangetrieben werden – ohne dass der Hahnenbach ernsthaft Einspruch erheben könnte.

Er hat schließlich gerade einmal genug Wasser, um daran zu erinnern, dass er überhaupt noch da ist. Auch Petrus hält sich bislang vornehm zurück. Wasser von oben ist jedenfalls nicht in Sicht. Das ist praktisch, denn so können sich die Arbeiter das Schuhwerk sparen, das man bei Bauarbeiten im Bach eigentlich erwarten würde: Gummistiefel sind derzeit offenbar überqualifiziertes Schuhwerk. Bleibt nur zu hoffen, dass der Hahnenbach seinen neuen Ein-Meter-Laufsteg nicht allzu lange nutzen muss. Denn irgendwann wäre es ja schön, wenn aus dem Baustellengewässer wieder ein richtiger Bach würde. Bis dahin gilt: Achtung, Bagger im Hahnenbach! Und wer den sucht: einfach ganz nach außen schauen. Er hat sich klein gemacht. Sehr klein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert