Sehr geehrter Herr Stumm, während in anderen Städten- und Verbandsgemeinden Trinkwasserbrunnen inzwischen sprichwörtlich aus dem Boden sprudeln, stellt sich im Kirner Land die Frage: Wann kommt der erste öffentliche Wasserspender? Das Land Rheinland-Pfalz macht es vor: Mit dem Förderprogramm „100 Trinkwasserbrunnen für RLP“ werden Kommunen bei der Umsetzung unterstützt. In Winnweiler wurde heuer bereits ein moderner, solarbetriebener Edelstahlbrunnen auf dem Marktplatz installiert, auch Gonbach verfügt über einen solchen Brunnen und in Lohnsfeld ist ein weiterer geplant. Frisches, kostenloses Wasser für Bürger, Besucher, Radfahrer und Wanderer – ein kleiner Schritt mit großer Wirkung. Da stellt sich doch die Frage: Wäre solche Trinkwasserbrunnen nicht auch ein Thema für die Verbandsgemeindewerke Kirner Land? Schließlich gehört die Wasserversorgung zu ihrem Aufgabenbereich, und ein öffentlicher Trinkbrunnen wäre ein sichtbares Zeichen für Bürgernähe, Klimaanpassung und nachhaltigen Umgang mit unserer wichtigsten Ressource. Gerade an heißen Sommertagen wären solche Angebote in Kirn und den Ortsgemeinden des Kirner Landes eine echte Bereicherung.
Ob auf dem Marktplatz, an zentralen Plätzen oder an stark frequentierten Wegen – Möglichkeiten gäbe es viele. Vielleicht wäre dies auch eine gute Gelegenheit, einmal einen Blick zurückzuwerfen: Die Diskussionen und Fehler rund um die Gebührenbescheide der vergangenen Jahre haben nicht nur viele Bürger beschäftigt, sondern auch erhebliche Kosten verursacht. Porto, Papier und zusätzlicher Verwaltungsaufwand summierten sich. Mit einem gewissen Augenzwinkern könnte man sagen: Aus den unnötigen Portokosten der Vergangenheit hätten sich möglicherweise schon einige Trinkwasserbrunnen finanzieren lassen. Natürlich geht es nicht darum, alte Rechnungen aufzuwärmen. Aber vielleicht kann aus den Erfahrungen der Vergangenheit ein sinnvoller Impuls für die Zukunft entstehen. Denn eines ist sicher: Wasser ist vorhanden – in unseren Leitungen und in unseren Flüssen. Es wäre schön, wenn es an heißen Tagen auch dort verfügbar wäre, wo die Menschen es brauchen. Herr Stumm, vielleicht heißt es bald auch im Kirner Land: Wasser marsch!




