Kaum sitzt Julia auf der Tribüne, ist der WM-Zauber für Deutschland vorbei

Das Spiel ist aus. Deutschland hat verloren – und zwar völlig verdient. Was unsere Nationalspieler da über 90 Minuten auf den Rasen gezaubert haben, hatte mit Spitzenfußball ungefähr so viel zu tun wie ein Freundschaftskick auf dem Dorfplatz mit einem WM-Spiel. Ideenlos, mutlos, harmlos – kurz gesagt: ein Grottenkick erster Güte. Gegen einen Gegner, den man eigentlich schlagen muss. Und wer trägt dafür die Verantwortung? Natürlich unsere Julia. Man kann sie aber auch wirklich nicht losschicken. Da reist sie einmal quer über den Atlantik, nimmt auf der Ehrentribüne im Deutschland-Trikot Platz – und zack: Der Fußballgott macht Feierabend. Wahrscheinlich hat sich ihre Anwesenheit wie ein Lauffeuer bis in die Kabine herumgesprochen.

Die Spieler schauen sich nervös an: „Klöckner ist da!“ Von diesem Moment an war offenbar jede Leichtigkeit dahin. Anders ist diese lahme Vorstellung kaum zu erklären. Natürlich ist das alles nicht ganz ernst gemeint. Für die Niederlage waren die Spieler schon selbst verantwortlich. Aber wenn man schon nach einer halbwegs plausiblen Erklärung für diesen Auftritt sucht, dann darf ein kleiner Seitenhieb erlaubt sein. Eines steht jedenfalls fest: Der DFB sollte künftig genau überlegen, wen er auf die Ehrentribüne einlädt. Nicht, dass am Ende wieder jemand auf die Idee kommt, unsere Julia auf große Fußballmission zu schicken. Das Risiko scheint – rein statistisch natürlich – einfach zu hoch. Man kann sie einfach nicht schicken.

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