Der Raps hat beschlossen, sich dieses Jahr besonders früh in Szene zu setzen und steht schon Mitte April geschniegelt und geschniegelt in voller Blüte zwischen Merxheim und Monzingen. Als hätte jemand einen gigantischen Textmarker über die Landschaft gezogen, strahlt alles in aufdringlichem Gelb. Natürlich darf auch der unverkennbare Duft nicht fehlen, der irgendwo zwischen „Frühling“ und „landwirtschaftlicher Selbstbewusstseinsbekundung“ pendelt. Spaziergänger bleiben stehen, teils aus Bewunderung, teils, um kurz zu prüfen, ob ihre Nase noch richtig funktioniert. Aber gut – wenn die Natur schon so laut „Schaut mich an!“ ruft, kann man sich dem Spektakel kaum entziehen.
Gelb, soweit das Auge reicht




