Abholkasten statt Haustürzustellung: Neues Modell im Kirner Land

Karlshof war erst der Anfang: Nach und nach stellen sich weitere Kommunen im Kirner Land auf das neue Modell um. Künftig werden immer mehr Bürgerinnen und Bürger ihren Wochenspiegel samt wöchentlicher Werbung selbst aus dem blauen Abholkasten mitnehmen müssen. Inzwischen ist auch Schwarzerden hinzugekommen. Vieles spricht dafür, dass sich dieses System langfristig flächendeckend durchsetzen wird. Über kurz oder lang dürfte die flächendeckende Verteilung an alle Haushalte der Vergangenheit angehören. Stattdessen wird es zentrale Anlaufstellen geben, an denen die aktuelle Ausgabe bereitliegt. Ein ähnliches Vorgehen ließe sich durchaus auch beim Mitteilungsblatt denken. Gerade bei jüngeren Haushalten landet es nicht selten ungelesen im Altpapier. Der gewohnte Rundum-Service würde damit zwar insgesamt entfallen, doch dieser Umstand scheint verkraftbar. Schließlich greifen dann nur noch diejenigen zu, die sich wirklich informieren möchten. Darüber hinaus könnten sich sogar positive Nebeneffekte ergeben: In Hochstetten etwa ließe sich der Wochenspiegel im örtlichen Lädchen auslegen. Das würde nicht nur die Versorgung sichern, sondern zugleich für mehr Frequentierung und zusätzliche Kundschaft sorgen.