Schon gewusst? Wenn bei einem heftigen Unwetter große Mengen Wasser vom Himmel kommen, kann es im Bereich „Unter dem Flurweg – Sturzenwies“ – Neubaugebiet Hochstädten am Radweg Eichtung Martinstein – schnell kritisch werden. Die aktuellen Gefahrenkarten zeigen, dass sich dort Wasser sammeln und durch das Gebiet abfließen kann. Teilweise werden Wassertiefen von bis zu 50 Zentimetern erwartet, auf einzelnen Flächen sogar bis knapp zwei Meter. Im Erweiterungsbereich können zudem Fließgeschwindigkeiten von bis zu 2 Metern pro Sekunde auftreten. Das bedeutet ganz konkret: Bei starkem Regen kann das Wasser nicht einfach irgendwo verschwinden. Es sucht sich seinen Weg – über Straßen, Grundstücke und möglicherweise auch in Richtung der Häuser. Für die Menschen, die dort bereits wohnen, ist das keine Frage einer zukünftigen Planung, sondern ein reales Risiko.
Genau darauf haben die Fachbehörden im Verfahren zur 2. Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans „Unter dem Flurweg – Sturzenwies“ hingewiesen. Sie empfehlen unter anderem, Abflusswege freizuhalten und dafür zu sorgen, dass das Wasser bei einem Extremregen möglichst schadlos abfließen kann. Auch für die bereits vorhandenen Häuser stellt sich die Frage, wie sie besser vor eindringendem Wasser geschützt werden können. Aus der Bevölkerung gingen keine Stellungnahmen ein. Die Fachbehörden haben dagegen deutlich gemacht, dass Starkregen bei der weiteren Planung eine wichtige Rolle spielen muss. Am morgigen 30. September wird sich der Ortsgemeinderat erneut mit der Thematik auseinandersetzen. Dann wird auch die Frage im Raum stehen, welche Konsequenzen aus den bekannten Starkregengefahren gezogen werden. Denn eines ist klar: Wenn der nächste Starkregen kommt, wird das Wasser nicht fragen, was im Bebauungsplan steht. Es wird sich seinen Weg suchen.




