Vom Turnerheim zum Blütenmeer: Ein LokalStar für Hochstetten-Dhaun

Wohl dem, der einen Turnvater Peter Jung mit seinen Initiativen im Vererin weiß! Hinter dem Turnerheim in Hochstetten-Dhaun ist in den vergangenen Monaten etwas entstanden, das man nicht unbedingt auf den ersten Blick mit einem Preis von 500 Euro in Verbindung bringen würde: ein kleines Paradies für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und alles, was sonst noch keucht und fleucht. Der Turnverein hat angepackt und nach einer Pflanzaktion den Bereich hinter dem Turnerheim in ein buntes Blütenmeer verwandelt. Aus einer eher unscheinbaren Fläche wurde ein Ort, an dem es summt, brummt und flattert. Jede Menge Blüten bieten Insekten Nahrung – und ganz nebenbei ist ein Stück Natur entstanden, das auch für Menschen schön anzusehen ist. Genau dafür wurde das Projekt „Staudenfeld am Turnerheim“ jetzt mit dem ersten Platz beim neuen Westenergie LokalStars-Award ausgezeichnet. 500 Euro Preisgeld gibt es dafür obendrauf.

Insgesamt wurden in diesem Jahr fünf Projekte aus der Region zu LokalStars gekürt. Neben Hochstetten-Dhaun gehören Schwarzerden mit der „Ukraine Hilfe“, Lauschied mit dem „Dorfcafé für alle Generationen“, Merxheim mit dem „Rathaus-Café“ und Boppard mit „de hadde Kern – weil Gemeinschaft einen harten Kern braucht“ zu den Preisträgern. Die Idee hinter dem Wettbewerb ist eigentlich ganz einfach: Menschen, Vereine, Gruppen und Initiativen setzen sich vor Ort ein, entwickeln Ideen und machen ihre Gemeinden damit ein Stück lebenswerter. Genau dieses Engagement soll mit dem LokalStars-Award sichtbar gemacht und gewürdigt werden. Und das Staudenfeld am Turnerheim ist dafür ein schönes Beispiel. Denn große Veränderungen beginnen nicht immer mit großen Projekten. Manchmal braucht es vor allem Menschen, die sich kümmern, anpacken und gemeinsam etwas auf die Beine stellen.

Ein bisschen Erde, viele Pflanzen, fleißige Hände – und schon wird aus einer Fläche ein Lebensraum. Dass daraus nun sogar ein Preis geworden ist, dürfte die Freude beim Turnverein noch einmal größer machen. Die 500 Euro Preisgeld sind dabei sicherlich willkommen. Noch wichtiger aber dürfte sein, dass das Ergebnis der Arbeit bleibt: ein blühender Bereich hinter dem Turnerheim, an dem sich Insekten bedienen können und Menschen sich hoffentlich noch lange über die Farben und das Leben dort freuen. Und vielleicht ist genau das der schönste Lohn für ein solches Projekt: Wenn es überall summt, brummt und krabbelt und man sieht, dass sich die Mühe gelohnt hat. Das Staudenfeld am Turnerheim ist ein LokalStar im besten Sinne – weil hier nicht nur über Nachhaltigkeit gesprochen wurde, sondern einfach etwas dafür getan wurde.

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