Der Ausschuss für Bauwesen und Umweltschutz wird sich am 21. April mit einem Projekt befassen, das in der Verbandsgemeinde Kirner Land inzwischen eine gewisse Reifezeit hinter sich hat: der Umnutzung des ehemaligen Postgebäudes zum Bauhof. Die passende Beschlussempfehlung liegt bereits im Bürger- und Ratsinformationssystem bereit – gewissermaßen ist also schon alles vorbereitet, nur die Entscheidung fehlt noch. Geplant ist, ein Architekturbüro mit den weiteren Planungen zu beauftragen, anschließend soll der Bauantrag folgen. Der Bürgermeister soll zudem die nötigen Aufträge vergeben dürfen – sofern alles so kommt, wie es die Vorlage vorsieht. Der Weg dorthin war allerdings alles andere als geradlinig. Noch vor nicht allzu langer Zeit galt das Gebäude als möglicher Standort für eine neue Rettungswache – ein gern genannter externer Vorschlag, der insbesondere bei der Bürgerinitiative Kirner Krankenhaus auf Zustimmung stieß. Am Ende wurde daraus jedoch nichts. Statt Blaulicht rücken künftig Bauhoffahrzeuge an.
Ganz nebenbei soll das Projekt auch noch mehr leisten: Neben dem Bauhof könnten perspektivisch auch die Verbandsgemeindewerke und die Stadtwerke GmbH untergebracht werden. Die Idee dahinter: möglichst viele Funktionen an einem Ort bündeln, Synergien schaffen und Abläufe effizienter gestalten. Oder anders gesagt: Wenn schon umgebaut wird, dann richtig. Dass dabei auch ein gewisser Zeitdruck mitschwingt, überrascht nicht. Schließlich hätte der bisherige Standort am Kreisel laut Fusionsvertrag längst Geschichte sein sollen. Passiert ist bislang wenig bis nichts – aber immerhin bewegt sich jetzt etwas. Während die politischen Gremien noch beraten, ist man praktisch schon einen Schritt weiter: Die Bauhofmitarbeiter sind bereits eingezogen, erste Anpassungen wurden in Eigenleistung vorgenommen. Parallel laufen Prüfungen zu Brandschutz, Statik und möglichen Photovoltaikanlagen. Ergebnisse und belastbare Kosten? Stehen noch aus. Man könnte sagen: Der Bauhof ist schon da – der Plan folgt jetzt.




