Arztpraxis in Hochstetten-Dhaun. Zwei Kassen, eine Etage: Das Mietmodell bleibt sich treu

Alle Jahre wieder taucht im Haushalt der Gemeinde Hochstetten-Dhaun die Arztpraxis auf – als kleines, aber hartnäckiges Dauerthema. Und auch 2026 ändert sich daran nichts Grundsätzliches. Die Gemeinde ist dabei gleichzeitig Vermieter und Teil eines Mietkreislaufs: Sie zahlt selbst Miete für die Praxisräume an den Sohn des Bürgermeisters und bekommt zugleich Miete vom Arzt. Das wirkt ein bisschen so, als würde Geld im Kreis laufen – nur mit zwei Kassen. 2022 lag die Miete der Gemeinde bei 17.700 Euro im Jahr. 2023 stieg sie auf 19.000 Euro, 2024 auf 19.350 Euro. 2025 blieb sie stabil, aber auf hohem Niveau. Im Haushalt 2026 wird dieses Niveau fortgeschrieben, ohne dass sich das Grundmodell verändert. Auf der anderen Seite zahlt der Arzt an die Gemeinde: 21.000 Euro (2024), 22.300 Euro (2025) und auch 2026 weiter in ähnlicher Größenordnung.

Das entspricht knapp 1.800 bis 1.900 Euro im Monat – plus Nebenkosten. Einfach erklärt wie in der „Sendung mit der Maus“: Es gibt ein Haus, eine Gemeinde und einen Arzt. Die Gemeinde bekommt Miete und zahlt selbst Miete. Der Arzt zahlt ein wenig mehr Miete, um letztlich damit die Umbaukosten der Gemeinde tilgen zu können. Und weil alles gleichzeitig passiert, bleibt am Ende vor allem eins: ein ziemlich kompliziertes Hin-und-her-Rechnen mit echtem Geld. Ob die Beträge marktüblich sind, müsste man genau vergleichen. Klar ist nur: Das System läuft weiter, Jahr für Jahr bis geschätzt 2029, wie ein Kreis, der sich selbst nicht verlässt. Schon 2018 gab es Kritik vom Bund der Steuerzahler. Seitdem hat sich das Prinzip kaum verändert – nur die Zahlen haben sich weiterentwickelt.