Beim Gang in die Apotheke bin ich eher zufällig darauf gestoßen: In Kirn wurden die ersten Stolpersteine verlegt – unter anderem vor dem Eingang der „Neuen Apotheke“. Der Öffentliche Anzeiger hat ausführlich darüber berichtet. Es war eine würdige Zeremonie. Die kleinen Messingtafeln erinnern an ehemalige jüdische Bewohner und sollen ihnen ein würdiges Andenken sein. Drei Steine wurden so platziert, dass Besucher beim Betreten der Apotheke symbolisch „darüber stolpern“. Da täglich viele Menschen hier ein- und ausgehen, ist die Lage besonders bewusst gewählt. Momentan wirken die Steine noch etwas unfertig, da sie zunächst nur in Sand gesetzt wurden. „Das bleibt nicht so“, versichert Bürgermeister Frank Ensminger. Die Verlegung vor 10 Tagen hatte zunächst symbolischen Charakter. In den kommenden Tagen wird der Bauhof die Arbeiten fachgerecht abschließen und die Stolpersteine dauerhaft und optisch ansprechend einfügen. Das ist Versprochen! So kann es ja nicht bleiben. Nur mit der perfekten Verschmelzung mit den Gehwegplatten erhalten die Gedenksteine die angemessene Würde – provisorisch gesetzte Steine als Dauerlösung würden dem Anlass nicht gerecht.




