Nachgehakt! Vor genau zwei Jahren wurde es öffentlich und dringlich: Das Kirner Krankenhaus braucht ein CT-Gerät – und zwar dringend! Heute, zwei Jahre später, lässt sich nüchtern feststellen: Es gibt immer noch keins. Was damals als notwendiger Schritt für die Basisnotfallversorgung (Stufe 1n) angekündigt wurde, ist mittlerweile zu einem Paradebeispiel für behäbige Bürokratie geworden. Die sprichwörtlichen „Mühlen der Verwaltung“ mahlen – und mahlen – und sind offenbar noch lange nicht am Ziel. Dabei geht es nicht um Luxus, sondern um medizinische Notwendigkeit. Ein CT ist entscheidend für schnelle Diagnosen, gerade im Notfall. Aber statt Fortschritt heißt es weiterhin: abwarten, improvisieren, umlenken. Stationäre Patienten wurden vertröstet, ambulante verlagert. Wer eine moderne Diagnostik braucht, muss ausweichen – in andere Kliniken, in andere Städte. Schon 2023 sagte Krankenhaussprecher Manuel Seidel: „Wir tun unser Bestes, aber die Mühlen des Papierkrams drehen sich langsam.“ Das tun sie offenbar immer noch. Inzwischen hat man sich fast daran gewöhnt, dass der CT kommt – irgendwann vielleicht. Zwei Jahre. Kein CT. Kein Licht am Ende des Tunnels. Kirn wartet weiter – mit stoischer Geduld und wachsender Frustration. Nächstes Jahr im Juli wird dann an das dreijährige „Nicht-CT-Jubiläum§ erinnert und irgendwie „gefeiert“.




