Faktencheck: 14 reserviert, 1 verkauft – aber wo wird gebaut?

Wir schreiben Oktober. Zeit für einen Blick auf die Realität im Baugebiet „Scheiberling“ in Hochstetten. Die Zahlen klingen zunächst einmal gar nicht schlecht: Die Ortsgemeinde kann gemäß der vorliegenden Liste 24 Grundstücke selbst vermarkten. Nach aktuellem Stand sind davon 14 Plätze reserviert, eines ist verkauft und neun Grundstücke sind noch frei. Doch dann kommt der Blick auf das, was tatsächlich vor Ort passiert. Gebaut wird bislang kaum. In diesem Jahr ist nach aktuellem Stand kein neues Haus entstanden beziehungsweise kein neues Bauvorhaben sichtbar begonnen worden. Zu sehen ist weiterhin lediglich ein Haus, dessen Bau bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde. Zwischen der Zahl der reservierten Grundstücke und der tatsächlichen Bautätigkeit klafft damit derzeit eine durchaus bemerkenswerte Lücke. Eine Reservierung ist schließlich noch kein Bagger auf dem Grundstück – und erst recht kein bezugsfertiges Haus.

Das ist zumindest erklärungsbedürftig. Natürlich gibt es Gründe dafür. Baukosten sind hoch, Zinsen belasten die Finanzierung und für viele Familien ist der Traum vom Eigenheim inzwischen deutlich teurer geworden. Eine Reservierung ist deshalb noch lange kein Garant dafür, dass wenige Monate später die Bagger rollen. Aber genau deshalb wäre es interessant zu wissen, wie viele der 14 reservierten Plätze tatsächlich mit einem konkreten und zeitnahen Bauvorhaben hinterlegt sind. Denn zwischen einem reservierten Grundstück und einer ausgehobenen Baugrube liegen manchmal Welten. Und damit sind wir bei der nächsten Frage: Wird 2026 überhaupt noch irgendwo im „Scheiberling“ eine neue Baugrube ausgehoben?

Im Oktober wird die Zeit knapp. Ein Blick auf das Baugebiet vermittelt jedenfalls derzeit nicht den Eindruck, dass dort in diesem Jahr noch ein großer Bauboom einsetzen wird. Besonders spannend ist dabei das angekündigte Vorhaben, bei dem ein Haus auf gleich drei Bauplätzen entstehen soll. Das Projekt hatte durchaus für Gesprächsstoff gesorgt. Viele dürften erwartet haben, dass dort in diesem Jahr noch ein regelrechtes XXL-Haus in die Höhe wächst. Doch aktuell: nichts zu sehen. Und auch über den aktuellen Stand hört man erstaunlich wenig. Das verwundert durchaus. Denn ein Bauvorhaben dieser Größenordnung wäre normalerweise nicht zu übersehen – spätestens dann nicht, wenn die ersten Maschinen anrücken. Vielleicht wird es 2027. Vielleicht gibt es Verzögerungen. Vielleicht hat sich die Planung verändert. Vielleicht wartet man schlicht noch ab.

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