41.000 Besucher hat das Kirner Jahnbad in dieser Saison gezählt. Eine stattliche Zahl, die Bürgermeister Thomas Jung in der jüngsten Sitzung des Werksausschusses verkündete. Anlass zur Freude gibt es also durchaus. Jung hatte allerdings noch eine weitere Feststellung parat: Ausgerechnet bei den positiven Nachrichten, die es zu verkünden gab, sei kein Pressevertreter anwesend gewesen. Nun, lieber Thomas Jung: So schlimm ist das nicht. Gute Nachrichten verbreiten sich bekanntlich auch ohne Pressevertreter. Und gerade im Kirner Land ist die Wahrscheinlichkeit ohnehin gering, dass etwas Wesentliches dauerhaft unbemerkt bleibt. Den Kirner-Land-Nachrichten bleibt schließlich kaum etwas verborgen. Deshalb zunächst einmal: Glückwunsch zu einer bemerkenswerten Saison im Jahnbad.
Wobei man bei der Einordnung der 41.000 Besucher vielleicht noch einen weiteren Faktor berücksichtigen darf: das Wetter. Denn der Sommer hat in diesem Jahr nicht gerade mit Freibadwetter gegeizt. Sonne, Hitze und über längere Zeit Temperaturen jenseits der 30 Grad dürften ihren Anteil daran gehabt haben, dass viele Menschen den Weg ins Jahnbad gefunden haben. Man könnte es auch einfacher formulieren: Wenn es draußen heiß genug ist, erledigt sich ein Teil der Werbung für ein Freibad von selbst. Das Jahnbad musste dafür lediglich geöffnet sein. Und Wasser musste es natürlich auch haben. Insofern war es eine durchaus glückliche Konstellation: oben das Dauerhoch, unten das Becken –und dazwischen 41.000 Besucher.
Bleibt nur die Frage, was aus dieser guten Nachricht nun wird. Eine Pressemitteilung wäre denkbar gewesen. Ein Foto vielleicht. Ein paar Zeilen für die Öffentlichkeit. Schließlich sind 41.000 Besucher eine Zahl, mit der sich durchaus arbeiten lässt. Aber vielleicht ist das auch gar nicht nötig. Denn positive Nachrichten verbreiten sich ja bekanntlich von selbst. Und sollte im kommenden Jahr wieder ein außergewöhnlicher Sommer folgen, dürfte sich das Jahnbad vermutlich erneut über viele Besucher freuen. Ob dann auch ein Pressevertreter dabei ist, wird man sehen. Notfalls kann man die gute Nachricht ja später noch verkünden.




