„Informationsaustausch auf Fachebene“ – Kreisverwaltung äußert sich zum Neubau der Rettungswache Kirn

Lange ließ die Antwort auf sich warten. Nun hat sich die Kreisverwaltung Mainz-Bingen doch noch zum geplanten Neubau der Rettungswache Kirn geäußert. Wer auf konkrete Neuigkeiten gehofft hatte, dürfte die Stellungnahme allerdings mehrmals lesen müssen, um darin tatsächlich neue Informationen zu entdecken. Pressesprecher Bardo Faust erklärt: „Es findet ein Informationsaustausch auf Fachebene statt, um das Bauvorhaben voranzutreiben. Über aktuelle Entwicklungen werden wir sodann unaufgefordert berichten.“ Eine Aussage, die vor allem eines vermittelt: Es wird gesprochen. Dass auf Fachebene miteinander kommuniziert wird, dürfte bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung allerdings kaum überraschen – vielmehr wäre das Gegenteil eine echte Nachricht gewesen. Was der Öffentlichkeit hingegen weiterhin verborgen bleibt, sind Antworten auf die entscheidenden Fragen:

Wie weit sind die Planungen? Gibt es bereits Genehmigungen? Hält der angekündigte Zeitplan mit einem Baubeginn „ab Spätsommer oder Herbst“ noch stand? Dazu schweigt die Stellungnahme. Der angekündigte „Informationsaustausch“ wirkt damit ein wenig wie die moderne Variante des bekannten Verwaltungsklassikers: Man ist im Gespräch. Das klingt nach Bewegung, ohne zwangsläufig erkennen zu lassen, wie weit man tatsächlich gekommen ist. Nach fast einem Jahrzehnt, in dem über den Neubau diskutiert wird, wünschen sich viele Beschäftigte und Bürger inzwischen weniger Hinweise auf laufende Gespräche als sichtbare Fortschritte auf dem vorgesehenen Baugrundstück. Bis dahin bleibt der Informationsaustausch offenbar die einzige Baustelle, auf der derzeit zuverlässig gearbeitet wird.