Wenn eine Ortsgemeinde gemeinsam an einem Strang zieht, kann daraus etwas Nachhaltiges und Verbindendes entstehen. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Wiederbelebung des historischen „Kappesgaade“ in Bruschied. Bis in die 1970er Jahre hinein diente der Kappesgarten als gemeinschaftlich bewirtschaftete Anbaufläche. Dort wurden unter anderem Kohl, Kartoffeln, Bohnen und Möhren angebaut, die einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Dorfbewohner leisteten. Mit dem Wandel der Lebensgewohnheiten geriet diese Form der gemeinschaftlichen Nutzung jedoch zunehmend in den Hintergrund. Mit der Neugestaltung des Platzes in den Jahren 2024/25 und der geplanten Anlage eines neuen Gartens ab 2026 soll diese Tradition nun wieder aufgegriffen werden. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, der den Austausch zwischen den Generationen fördert und sowohl erfahrenen Gärtnerinnen und Gärtnern als auch Einsteigern Raum für gemeinsames Lernen und Arbeiten bietet.
Den Auftakt bildete eine gemeinsame Arbeitsaktion am 11. April. In der Zeit von 10:00 bis 17:00 Uhr beteiligten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger an der Herrichtung des Geländes, dem Anlegen von Wegen sowie ersten Maßnahmen zum Zaunbau. Unterstützt wurde die Aktion unter anderem von Revierförster Tobias Helfenstein sowie der „Alten Garde Bruschied“. Ein gemeinsames Mittagessen bot Gelegenheit zum Austausch und zur Stärkung der Helfenden. Die Verpflegung wurde von Ingrid Ottenbreit bereitgestellt. Getränke stellte der Heimatverein Bruschied e. V. zur Verfügung, während das benötigte Arbeitsmaterial vom Naturpark Soonwald-Nahe finanziert wurde. Die rege Beteiligung zeigt, dass das Interesse und das Engagement in der Dorfgemeinschaft weiterhin groß sind. Wenn viele Bürgerinnen und Bürger gemeinsam an der Umsetzung eines solchen Projekts mitwirken, wird das Wir-Gefühl gestärkt und ein aktives Miteinander gefördert. Der „Kappesgaade“ kann so erneut zu einem Ort der Begegnung und des gemeinschaftlichen Handelns werden.





