Solarpark Hennweiler: Erneut viele Bürger beim zweiten Rundgang – Kritik an Dimension und Standort wächst

Die Diskussion um den geplanten Solarpark bei Hennweiler lässt nicht nach. Nachdem bereits der erste Rundgang entlang der vorgesehenen Flächen auf großes Interesse gestoßen war, lud die Bürgerinitiative Hennweiler am vergangenen Samstag erneut zu einer Wanderung ein. Und wieder zeigte sich: Das Thema bewegt die Menschen. Trotz kühler Witterung fanden sich zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger ein – nicht nur aus Hennweiler, sondern auch aus den umliegenden Orten. Mit dabei waren auch mehrere Mitglieder des Verbandsgemeinderates. Sie nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort ein genaueres Bild vom aktuellen Planungsstand und insbesondere von den Dimensionen der vorgesehenen Freiflächen-Photovoltaikanlage (FFPA) zu machen. Denn eines ist klar: Was auf Karten und in Planungsunterlagen zunächst abstrakt erscheint, bekommt draußen in der Landschaft eine ganz andere Wirkung.

Besonders die geplante Nähe der Solarflächen zu den bestehenden Wohngebieten sorgte für Erstaunen und Gesprächsstoff. Vor allem entlang der Hochstraße und im Bereich Ambrach wurde deutlich, wie nah die vorgesehene Anlage an die Wohnbebauung heranrücken könnte. Für viele Teilnehmer stellte sich deshalb die Frage: Muss eine FFPA dieser Größenordnung tatsächlich so ortsnah entstehen? Auch die bisherige Vorgehensweise der kommunalen Entscheidungsträger wurde kritisch hinterfragt. Nach Auffassung der Bürgerinitiative ist es nicht hinnehmbar, dass ein Vorhaben mit derart weitreichenden möglichen Auswirkungen auf Landschaft, Wohnumfeld und Lebensqualität von der überwiegenden Mehrheit des Hennweiler Gemeinderates gebilligt wurde, ohne die Bürgerinnen und Bürger zuvor umfassend zu informieren. Eine öffentliche Bürgerversammlung? Fehlanzeige!

Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung wäre es aus Sicht der Bürgerinitiative selbstverständlich gewesen, die Bevölkerung frühzeitig einzubeziehen und offen über die Planungen, die betroffenen Flächen und die möglichen Folgen zu informieren. Stattdessen müssen sich die Bürger nun selbst auf den Weg machen, um herauszufinden, was vor ihrer Haustür entstehen soll. Der erneute Zuspruch beim Rundgang zeigt deutlich: Das Interesse ist groß, und die Fragen sind längst nicht beantwortet. Die Bürgerinitiative Hennweiler wird deshalb ihre Arbeit fortsetzen und alle Anstrengungen unternehmen, um die Bevölkerung umfassend zu informieren – und auch auf mögliche Folgen aufmerksam zu machen, die vielen bislang noch gar nicht bewusst sind.Denn es geht nicht um irgendeine Fläche irgendwo in der Gemeinde. Es geht um die Landschaft rund um Hennweiler, um die Nähe zu den Wohngebieten und letztlich um die Frage, wie sich unsere Heimat in Zukunft verändern soll. Eine Entscheidung mit solchen Auswirkungen darf nicht an den Bürgerinnen und Bürgern vorbei getroffen werden.

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