Kirn im Abrissmodus: Der Bagger frisst sich durch den Beton

Kirn, deine Brücken. Gerade frisst sich die Abrisszange in den Beton der Hahnenbachbrücke. Stück für Stück beißt sie sich durch das alte Bauwerk, packt die massiven Betonbrocken, bricht sie heraus und lässt sie mit einem dumpfen Krachen zu Boden stürzen. Was jahrzehntelang den Verkehr getragen hat, wird nun von schwerem Gerät zerlegt. Die Baggerarme greifen nach dem Beton, die Zange schließt sich, es knirscht, kracht und staubt. Ein paar kräftige Bisse später ist wieder ein Stück Brücke Geschichte. Die alte Hahnenbachbrücke muss weichen, eine neue soll kommen. Der Verkehr muss derweil einen anderen Weg finden. Die Umleitung steht, und nachdem es anfangs noch etwas gehakt hat, scheint sich der Verkehr inzwischen besser durch die Kirner Straßen zu schlängeln. Man gewöhnt sich offenbar an neue Wege – zumindest solange sie nicht auch noch über eine weitere Baustelle führen.

Denn Kirn hat gleich mehrere Brücken im Blick. Parallel zum Abriss an der Hahnenbachbrücke gab es einen Ortstermin an der Bahnbrücke etwas weiter bachabwärts. Mit Vertretern der Stadt wurde besprochen, was dort ansteht. Die Bahn will in Kürze loslegen. Auch diese Brücke wird erneuert. Und am Meckenbacher Weg laufen ebenfalls die Vorbereitungen für eine neue Nahebrücke. Es wird also ordentlich gebaut in Kirn. Oder besser gesagt: erst einmal ordentlich abgerissen. Beton wird zerlegt, alte Konstruktionen verschwinden, neue Brücken werden vorbereitet. Kirn hat ein Brückenproblem – und ist dabei, es zu lösen. Auch wenn das für die Autofahrer zunächst bedeutet, dass sie sich mit Umleitungen, Baustellen und ungewohnten Wegen arrangieren müssen. Am Ende soll es besser werden. Bis dahin heißt es: Augen auf, Umleitung beachten und nicht wundern, wenn die nächste Brücke gerade in Einzelteile zerlegt wird. In Kirn wird nicht nur über Brücken gesprochen. Hier werden sie gerade abgebissen.

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