Mit einem Beitrag in den sozialen Medien machten Landkreis und Landrätin auf das mittelalterliche Erlebnisspieldorf oberhalb von Schloss Wartenstein aufmerksam. Als Sommer-Ferientipp für Familien wurde die Anlage beworben, auf der Kinder eine Ritterburg erkunden, in der Schmiede werkeln, in der Backstube backen oder an der Mühle entdecken können, wie das Leben im Mittelalter aussah. Kombinieren lässt sich der Ausflug mit der Erlebniswelt „Wald und Natur“ rund um Schloss Wartenstein, die mit interaktiven Stationen ebenfalls zum Mitmachen einlädt. Die Idee hinter dem Erlebnisspieldorf ist nach wie vor hervorragend und das Angebot hat auch heute noch das Potenzial, Kinder für mehrere Stunden zu begeistern. Bei einem neuerlichen Familien-Rundgang entstand allerdings der Eindruck, dass das Spielabenteuer in den vergangenen Jahren etwas an Glanz verloren hat. Die geposteten bunten Werbebilder täuschen da etwas. An verschiedenen Stellen macht sich nämlich ein gewisser Unterhaltungs- und Pflegestau bemerkbar.
Nicht alles wirkt noch so einladend wie früher. Es fehlt an Farbe und rund um die Spielstationen wachsen teilweise hohe Disteln und auch der allgemeine Pflegezustand könnte an der einen oder anderen Stelle besser sein. Die jungen Besucher werden das vermutlich kaum stören – sie spielen, klettern und entdecken die mittelalterliche Welt dennoch mit großer Begeisterung. Erwachsenen fällt jedoch auf, dass eine solche Anlage von regelmäßiger Pflege und kleinen Investitionen lebt. Gerade weil das Erlebnisspieldorf ein besonderes Ausflugsziel in der Region ist, wäre es schade, wenn nach und nach immer mehr vom ursprünglichen Charme verloren ginge. Mit etwas mehr Aufmerksamkeit könnte aus dem ohnehin schönen Ferientipp wieder ein echtes Vorzeigeprojekt werden – eines, das seinem besonderen Konzept dauerhaft gerecht wird.




