Wunder im Kirner Land: AöR kommt – und jetzt wird’s ernst

Man soll ja nicht vorschnell urteilen, aber: Bürgermeister Thomas Jung hält Wort. Die AöR „Energieprojekte Kirner Land“, Anfang des Jahres noch angekündigt, konstituiert sich tatsächlich am 9. Juni. Ein seltenes Ereignis im kommunalpolitischen Kalender – fast schon ein kleines Wunder. Damit ist der einfache Teil erledigt. Der schwierige folgt sofort: die Personalfrage. Denn eine nebenamtliche AöR lebt nicht von Strukturpapieren, sondern von der Person an ihrer Spitze. Wer hier nur repräsentieren will, wird schnell feststellen, dass Moderation, Konfliktmanagement und Entscheidungsfreude deutlich weniger feierlich, aber umso notwendiger sind. Die üblichen Kandidaten drängen sich bislang nicht auf – aus guten Gründen. Zeit ist knapp, Baustellen gibt es genug. Also richtet sich der Blick auf andere Namen. Im Flurfunk kursiert unter anderem der Name Martin Zerfass. Der ist der Dritte Beigeordneter der Stadt Kirn. Ob daraus mehr wird, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die entscheidenden Personalien dürften längst vorbereitet sein. Die Öffentlichkeit darf gespannt sein, was davon sichtbar wird. Denn die Gründung ist das eine. Ob die AöR tatsächlich Fahrt aufnimmt oder elegant im Leerlauf verharrt, entscheidet sich – wie so oft – an der Spitze.

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