Die Grünen wollen Windräder. Und zwar nicht, um den Soonwald zu „verschandeln“, sondern – Achtung, steile These – um ihn zu retten. Denn während manche noch darüber diskutieren, ob Klimawandel vielleicht doch nur schlechtes Wetter ist, stehen im Wald längst die Beweise: vertrocknete Bäume, kahle Flächen, Borkenkäfer satt. Eine offizielle ministerielle Einordnung aus dem rheinland-pfälzischen Klimaschutzministerium (Link unten) richtet sich explizit an Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen im Kirner Land und dient dazu, Argumentationshilfe gegen Windkraftgegner zu liefern. Der Text ist damit politisch klar positioniert, aber formal als sachliche Bewertung formuliert. Inhaltlich geht es weniger um Ideologie, sondern um einen simplen Zusammenhang: Ohne Klimaschutz kein Wald. Punkt.
Natürlich lautet der Vorwurf: planlos, heimlich, Hintertür. Die Realität ist deutlich weniger spannend. Windkraft wird nicht nachts im Wald vergraben, sondern nach Gesetzen geplant, mit regionalen Flächenzielen, kommunalen Entscheidungen und Öffentlichkeitsbeteiligung. Ja, man darf mitreden. Ja, sogar Einspruch erheben. Revolutionär, man weiß es. Besonders beliebt ist das Schreckgespenst vom „zerstörten Soonwald“. Tatsächlich reden wir pro Windrad von etwa einem halben Hektar dauerhaft genutzter Fläche. Temporäre Baustellen werden wieder aufgeforstet, Kabel verschwinden im Wegekörper, und der Wald wächst weiter – im Gegensatz zu manchen Argumenten.
Auch die Behauptung, der gesamte Soonwald werde zur Windindustriezone erklärt, gehört eher ins Reich der Fantasy. Die Kernzonen des Naturparks bleiben tabu. Keine Windräder zwischen Picknickdecke und Wanderweg. Unterm Strich sagen die Grünen: Windkraft ist kein Angriff auf den Wald, sondern eine Reaktion auf seine Zerstörung durch die Klimakrise. Sie bringt Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und weniger Abhängigkeit von Energieimporten. Oder anders gesagt: Lieber ein paar Windräder mit Plan als ein Wald ohne Zukunft.
Lest selbst:




Respekt! Da ist Ihnen eine durchaus sachliche Replik auf die maßlos überzogene (von wem bloß wieder?) Antiwindkraftstimmungsmache gelungen.
Danke!
Hätte es nicht besser schreiben können.
Wenn es den Grünen in den Kram passt ist das alles ok. Im RHK stehen bereits ca. 300 WKA, auch der Soonwald ist von Rheinböllen und Ellern bereits mit WKA ausgestattet. Vielen Dank dafür, es reicht.
Wer Windkraft im Wald befürworter, oder auch sonstwo aktuell, hat keine Ahnung von Energiebedarf eines Industrielandes.
Wenn man zurück will in eine Agrargesellschaft, ok.
Es war einmal eine liebe Fee, sie hieß Klima und sie sprach:“Liebe Menschen, ich behütet unsere geliebte Erde schon erfolgreich Millionen von Jahren. Ihr müsst mich nicht schützen , das kann ich selbst. Die Natur müsst Ihr schützen, Bestehendes bewahren und unsere Natur nicht mit Wind-und Solarparks unwiederbringlich beschädigen. Deutsche Forscher haben (im Ausland)kleine Atomkraftwerke entwickelt , welche sogar mi Atommüll laufen können und uns mit sicherem Strom versorgen, der so dringend gebraucht wird. Haltet Euch dran, liebe Menschen , dann bin ich zufrieden. Eure Liebe Fee Klima.“