Was denn nun? Im Ortsteil Dhaun wurden unlängst entlang der Durchfahrtsstraße hinter den Ortsschildern in beide Richtungen neue Tempo-30-Schilder aufgestellt. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit in der Ortslage zu erhöhen. Gut gemeint, aber nicht zu Ende gedacht. Denn die Umsetzung sorgt für Irritationen bei Verkehrsteilnehmern: Auf der Fahrbahn sind weiterhin alte „50“-Markierungen auf der Fahrbahn entweder deutlich oder in Fragmenten zu erkennen. Diese Widersprüchlichkeit führt zwangsweise zu Verunsicherung – an welche Vorgabe soll sich der Autofahrer halten? Während die Verkehrszeichen eindeutig eine Begrenzung auf 30 km/h vorschreiben, könnten die verbliebenen 50er-Markierungen auf der Fahrbahn für Missverständnisse sorgen, insbesondere bei ortsfremden Fahrern. Sollte in diesem Bereich künftig geblitzt werden, wäre die Rechtslage mehr als fragwürdig. Die Bescheide wären unwirksam. Eine eindeutige und sichtbare Beschilderung ist Voraussetzung für rechtssichere Ahndungen. Warum fräst man die Markierungen nicht vorher ab? Hat man die Zeichen auf der Fahrbahn nicht gesehen? Die Ortsgemeinde sollte schleunigst handeln. Die alten Markierungen sollten schnellsttens entfernt oder überdeckt werden, um Missverständnisse zu vermeiden. Bis dahin bleibt die Situation für viele Verkehrsteilnehmer verwirrend – und rechtlich heikel.





