Die Regierungserklärung weckt Hoffnung – jetzt wird’ alles gut! Oder zumindest feierlich. Ministerpräsident Alexander Schweitzer hat ein Herz für Krankenhäuser – und anscheinend auch ein prall gefülltes Sondervermögen. In seiner heutigen Regierungserklärung schaute er von der Rednertribüne im Mainzer Landtag hinunter, lächelte vermutlich staatsmännisch und rief seinem Gesundheitsminister Clemens Hoch fast kumpelhaft zu: „Lieber Clemens Hoch, wir werden die Rahmenbedingungen für die medizinische Versorgung verbessern und Investitionen in unsere Krankenhäuser lenken!“ Das klingt fast wie eine Liebeserklärung an die Daseinsvorsorge. Und tatsächlich: Für die gefährdeten Kliniken im Land, auch in der Region Kirn und Meisenheim, ist das eine frohe Botschaft. Vielleicht sogar historisch.
Denn plötzlich ist Geld da. Nicht für alles – aber für mehr als gar nichts, und das ist ja schon mal eine neue Qualität Kommt jetzt endlich, was schon lange nötig ist? Wird das Krankenhaus Kirn nicht nur geduldet, sondern als unverzichtbar anerkannt? Darf Meisenheim wieder mehr sein als ein unverkäufliches Anhängsel? Denn Hand aufs Herz: Dass kleine Krankenhäuser über Jahre hinweg finanziell ausgeblutet und dann als „unwirtschaftlich“ abgestempelt werden, ist kein Naturgesetz – das ist Politik. Jetzt, wo die Landesregierung endlich „Investitionen in Krankenhäuser“ in den Mund nimmt (und hoffentlich auch ins Gesetz), wird es Zeit, dass auch der ländliche Raum mehr bekommt als warme Worte und Konzeptpapiere.



