Manchmal muss man gar nicht weit fahren, um zu sehen, wie sich ein Standort neu erfinden kann. In Simmertal steht der Netto-Markt an seiner alten Stelle kurz vor der Wiedereröffnung am morgigen Dienstag – und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen! Was im Frühjahr noch nach einer ziemlich großen Baustelle aussah, ist inzwischen zu einem modernen, großzügigen und ansprechenden Markt geworden. Und das alles bei laufendem Versorgungsauftrag für die Kundschaft. Die Geschichte dazu ist durchaus bemerkenswert: Bereits im Februar wurde der große Umbau angekündigt. Nach Ostern sollte der alte Markt weichen. Am 20. April war dann tatsächlich Schluss mit dem bisherigen Gebäude. Wer allerdings dachte, jetzt müsse die Simmertaler Kundschaft erst einmal auf Einkaufstour in die Nachbargemeinden gehen, hatte die Rechnung ohne Netto gemacht. Direkt nebenan wurde kurzerhand ein Verkaufszelt aufgebaut. Bereits am 21. April ging dort der Verkauf weiter.
Einkaufen zwischen Zeltplanen statt Betonwänden – nicht unbedingt der neue Trend in der Architektur, aber immerhin eine ziemlich praktische Lösung. Während nebenan die Bagger ganze Arbeit leisteten und der alte Markt Anfang Mai bereits weitgehend Geschichte war, konnte im Zelt munter weiter eingekauft werden. Und nun, rund sechs Monate später, steht das Ergebnis an seinem angestammten Platz. Aus der alten Filiale ist ein deutlich größerer und modernerer Markt geworden. Die neue Fassade wirkt ansprechend, die großzügige Glasfront und das frische Erscheinungsbild machen ordentlich etwas her. Hier wurde nicht einfach ein bisschen renoviert, sondern richtig neu gedacht. Besonders interessant dürfte auch der Bereich am Eingang werden. Die Bäckertheke von Friedrichs bekommt mehr Raum und soll mit einer gemütlichen Sitzecke zum Verweilen einladen. Damit könnte sich auch das Café Friedrichs noch einmal deutlich besser entfalten. Ein Konzept, wie man es beispielsweise vom EDEKA-Markt in Kirn kennt. Simmertal hat seinen Netto zurück – nur eben eine Nummer größer und moderner.




