Man könnte fast meinen, der Sommer möchte in diesem Jahr einfach nicht gehen. Der September fühlte sich über weite Strecken wie eine Blaupause des Augusts an – nur eben nicht mehr ganz so heiß, dafür weiterhin viel zu trocken. Regen? Fehlanzeige. Und so langsam wird aus einem außergewöhnlich trockenen Sommer etwas, das einem durchaus Sorgen bereiten kann. Die Natur braucht dringend Wasser. Flüsse und Bäche führen vielerorts kaum noch Wasser, kleine Rinnsale sind zu beinahe unsichtbaren Spuren geworden. Selbst dort, wo Wasser eigentlich ein fester Bestandteil des Lebens und der Landschaft sein sollte, wird die Trockenheit sichtbar.
Auch auf unserem Mehrgenerationenaktivplatz zeigt sich das besonders deutlich. Der Wassererlebnisbereich, der gerade für die Kinder eine besondere Attraktion sein und an warmen Tagen für Abkühlung und Spaß sorgen sollte, ist bereits seit Wochen ausgetrocknet. Eigentlich ein Ort, an dem geplanscht, gespielt und gelacht werden sollte – doch ohne Wasser funktioniert das natürlich nicht. Und was will man machen, wenn die Natur nicht mitspielt? Man kann es nicht ändern. Man kann das Wasser nicht herbeizaubern und keinen Regen bestellen. Aber man kann hinschauen. Und wenn man genau hinschaut, ist es schon ein wenig beängstigend, was die anhaltende Trockenheit mit unserer Umgebung macht.
Bäume und Sträucher wirkten bereits Anfang September vielerorts nicht mehr frisch und gesund. Blätter verlieren ihre Kraft, Pflanzen kämpfen ums Überleben und selbst robuste Gewächse zeigen, dass irgendwann auch ihre Reserven erschöpft sind. Vielleicht nehmen wir den Regen, über den wir uns sonst gerne beschweren, künftig wieder ein wenig anders wahr. Ein grauer, nasser Tag ist plötzlich gar nicht mehr so unangenehm, wenn man weiß, wie sehr die Natur ihn gebrauchen kann. Deshalb bleibt für den Herbst vor allem ein Wunsch: Möge er uns reichlich Regen bringen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Sonntag – und vielleicht dürfen wir uns schon bald über die ersten Regentropfen freuen.




