Heute wurde Geschichte lebendig – auf der Schmidtburg

1100 Jahre Schmidtburg – wenn das kein Grund zum Feiern ist! Und gefeiert wurde. Und wie! Die Gastgeber aus dem Kirner-Land-Haus hatten ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt, das die Besucherinnen und Besucher direkt zurück in die Zeit der Erbauung und noch weit darüber hinaus versetzte. Kaum irgendwo auf der weitläufigen Ruine blieb es ruhig. Überall gab es etwas zu entdecken, zu bestaunen und vor allem auch selbst auszuprobieren. Die Kelten hatten ihr Lager aufgeschlagen und zeigten, wie es einst mit Kriegs- und Handwerkskunst zuging. Ein Medicus erklärte, wie man sich früher mit Pflanzen und Kräutern zu helfen wusste und welche Mittelchen seinerzeit gegen die verschiedensten Wehwehchen eingesetzt wurden. Ein Gaukler in seltsamem Gewand sorgte für Unterhaltung, dazu gesellten sich gleich zwei Minnesänger, die musikalisch für mittelalterliche Stimmung sorgten. Bogenschießen gehörte ebenso zum Programm wie zahlreiche Mitmachangebote für Kinder. Stockbrot wurde über dem Feuer gebacken und so manches kleine Abenteuer erlebt.

Gerade für die jüngsten Besucher war der Ausflug auf die Schmidtburg eine Reise in eine längst vergangene Welt. Im Innenhof war derweil eine regelrechte Versorgungsmeile eingerichtet. Hungrige und durstige Gäste konnten sich dort stärken, während die Alphornbläser kräftig ins Horn stießen. Geführte Rundgänge und verschiedene Infostände sorgten dafür, dass auch die Geschichte der imposanten Anlage nicht zu kurz kam. Eigentlich war die komplette Ruine an diesem Tag ein einziges großes Besucherzentrum – nur eben eines, das seine Geschichte nicht hinter Vitrinen erzählte, sondern mitten im Geschehen erlebbar machte. Und das Wetter spielte ebenfalls mit. Die Sonne schien, und die Besucherinnen und Besucher strömten zahlreich von allen Seiten aus dem Wald heran. Die Schmidtburg war bestens besucht und zeigte einmal mehr, welch besondere Kulisse sie für ein solches Fest bietet. Morgen ist wieder ein Tag zum Feiern. Und wer heute nicht dabei war, der sollte sich den Sonntag unbedingt noch vormerken. Denn 1100 Jahre Schmidtburg erlebt man schließlich nicht alle Tage!

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