Hochstetten bekommt eine Fahrradgarage. Und was für eine – Radfahrer welcome

Am Bahnhalt Hochstetten/Nahe tut sich was. Die Erdarbeiten sind inzwischen weitgehend abgeschlossen, die Bodenplatte ist eingeschalt und gegossen. Und spätestens jetzt kann man erahnen, welche Dimension die viel diskutierte Fahrradgarage einmal haben wird. Noch ist vom eigentlichen Bauwerk nicht viel zu sehen. Das Bikd unten hat die KI nach den Eckdaten der Projektbeschreibung erstellt. Wird das Teil mal so ausschauen? Maybe? Aber die Bodenplatte liegt immerhin da – und damit wird aus den Plänen langsam Realität. Alle Augen richten sich nun auf die Fahrradgarage. Und die soll einiges können: Doppelstockparker, E-Bike-Lademöglichkeiten, Solardach, Smart-Lock-System, Beleuchtung und eine Servicestation gehören zum vorgesehenen Paket. Also nicht einfach ein Dach über ein paar Fahrrädern, sondern jede Menge Service. Und das alles kostet natürlich Geld. Richtig, richtig viel Geld. Für die eigentliche Fahrradgarage stehen nach den bisher veröffentlichten Zahlen 136.495 Euro Fördermittel im Raum. Wenn diese Summe tatsächlich 70 Prozent der Gesamtkosten entspricht, landen wir rechnerisch bei rund 195.000 Euro für das Projekt. Der Eigenanteil der Ortsgemeinde würde dann bei etwa 58.500 Euro liegen.

Dazu kommt: Für die Fundamentarbeiten wurden bereits 22.413 Euro vergeben. Ob diese Kosten bereits vollständig in der genannten Fördersumme stecken oder zusätzlich zu betrachten sind, lässt sich aus den bisher veröffentlichten Angaben nicht eindeutig herauslesen. Mehr wissen wir, wenn die Gesamtsumme nach Beendung irgendwann veröffentlicht werden muss. Es lebe das Transparenzgesetz. Fest steht aber: Für eine Fahrradgarage am Bahnhof kommt da eine ordentliche Summe zusammen. Die 70 Prozent Förderung klingen zunächst einmal beruhigend. Aber auch Fördergeld fällt nicht vom Himmel – es stammt letztlich aus öffentlichen Mitteln. Und am Ende bleibt für die Ortsgemeinde ebenfalls ein nicht unerheblicher Betrag hängen. Jetzt darf man gespannt sein, wie das fertige Bauwerk aussieht, wie viele Fahrräder dort tatsächlich Platz finden und vor allem, wie intensiv die ganzen zusätzlichen Angebote später genutzt werden.