Solarpark Hennweiler: Rund 100 Bürger machen sich vor Ort ein Bild von den Dimensionen

Die Diskussion um den geplanten Solarpark bei Hennweiler beschäftigt die Menschen in der Region. Wo genau sollen die Anlagen entstehen? Wie groß wird die Fläche? Und was bedeutet das Projekt für Landschaft, Natur und die Umgebung? Fragen, die sich viele Bürger stellen – und die am Sonntag, 23. August, nicht im Sitzungssaal, sondern direkt vor Ort diskutiert wurden. Die Bürgerinitiative Hennweiler hatte zu einer Wanderung entlang des unteren Bereichs der geplanten Solaranlage eingeladen. Das Interesse war deutlich größer als erwartet: Gegen 10.30 Uhr trafen sich rund 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger, um sich den möglichen Verlauf der Anlage selbst anzuschauen und sich über die Planungen zu informieren. Die Wanderung führte zunächst in Richtung Schloss Wartenstein, anschließend weiter Richtung Hahnenbach. Von dort ging es zurück bis zur Kreisstraße in Richtung Oberhausen und schließlich wieder bis zur Hochstraße.

Unterwegs hatte die Bürgerinitiative fünf Informationsstationen eingerichtet. Dort wurde den Teilnehmern anhand der Örtlichkeiten erläutert, wo die geplante Anlage verlaufen könnte und welche Flächen konkret betroffen wären. Und schnell wurde deutlich: Der Informationsbedarf ist groß. An den einzelnen Stationen wurden zahlreiche Fragen gestellt und diskutiert. Vieles ließ sich direkt vor Ort beantworten, anderes führte zu weitergehenden Gesprächen über die Auswirkungen des geplanten Solarparks. Gerade der Rundgang durch das Gelände machte für viele Teilnehmer offenbar einen Unterschied. Auf Karten und Plänen lässt sich eine solche Planung zwar darstellen – vor Ort bekommt sie jedoch eine ganz andere Dimension. Auch nach der eigentlichen Wanderung war die Veranstaltung noch längst nicht vorbei. Am Infostand an der Hochstraße herrschte noch lange reger Betrieb. Bürger nutzten die Gelegenheit, weitere Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Auch Mitglieder des Verbandsgemeinderates beteiligten sich an den Diskussionen. Damit entwickelte sich der Infostand zu einem weiteren Treffpunkt für Gespräche über das geplante Projekt. Für die Bürgerinitiative war die Veranstaltung deshalb ein voller Erfolg. Mit einem solchen Zuspruch habe man nicht gerechnet. Und offensichtlich soll es nicht bei dieser einen Wanderung bleiben. Aufgrund des großen Interesses plant die Bürgerinitiative bereits eine weitere Tour. Diese soll über die Römerstraße in Richtung Eigner Hof führen und damit einen weiteren Bereich der geplanten Solarpark-Flächen in den Blick nehmen. Die Diskussion um den Solarpark dürfte damit weitergehen. Denn eines hat die Wanderung gezeigt: Das Thema interessiert die Menschen vor Ort – und viele möchten nicht nur über Pläne und Flächenkarten sprechen, sondern sich selbst ein Bild davon machen, was die geplante Anlage für die Landschaft rund um Hennweiler bedeuten könnte.

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