Kirn Helau – was für ein Rosenmontag! Gott Jokus schickte Regen zur Unzeit

Bunt geschmückte Wagen, tanzende Garden und ein vielstimmiges „Helau!“ – der Rosenmontag verwandelte Kirn einmal mehr in eine Hochburg der fünften Jahreszeit. 2026 zeigte sich die Stadt närrisch, lebendig und voller Energie – auch wenn das Wetter am Ende eigene Pläne hatte. Organisiert von der IG Rosenmontagsumzug mit der KG Rappelköpp und der KG KFK Kirn rollte ein bunter Lindwurm mit insgesamt 19 Zugnummern durch die Stadt. Zahlreiche Gruppen und Wagen sorgten dafür, dass entlang der Strecke kein Fuß stillstand. Garden wirbelten über das Pflaster, Showtanzgruppen heizten ein, Stammtische feierten sich selbst – und natürlich durfte auch der ein oder andere politische Seitenhieb, man denke an die BI Kirner Krankenhaus mit den Nüssen und reichlich Augenzwinkern nicht fehlen. Die Innenstadt mit Steinweg und Marktplatz? Wie gemacht für den Rosenmontagsumzug! Enge Gassen sorgten für echte Fastnachts-Atmosphäre, der Marktplatz wurde gleich zwei Mal – auf Hin- und Rückweg – passiert. Schulter an Schulter standen die Narren, Helau an Helau. Doch just in dem Moment, als etwa die Hälfte des Zuges den Marktplatz erreicht hatte, öffnete der Himmel seine Schleusen.

Gott Jokus meinte es wahrlich nicht gut mit den Kirnern: Während er Mainz offenbar länger trocken ließ, schickte er über Kirn einen anhaltenden Regenguss zur Unzeit. Und der wollte bis zum Ende des Zuges einfach nicht mehr aufhören. Schade, schade, schade. Natürlich drückten die grauen Wolken auf die Stimmung, und einige Narren ergriffen vorsorglich die Flucht ins Trockene. Ob die Narretei am Ende noch in einer ausgelassenen Massenfeier auf dem Marktplatz mündete, blieb angesichts des Dauerregens ungewiss. Aber wie sagen die Narren: Man muss es nehmen, wie es kommt – und irgendwann hört auch der stärkste Schauer wieder auf. Tatsächlich zeigte sich am späten Nachmittag die Sonne wieder, und die Stimmung hellte sich auf. Echte Fastnachtsbegeisterung fällt eben nicht so leicht ins Wasser. Für den passenden Soundtrack am Marktbrunnen sorgte Andy Heck – gut geschützt unter einem Pavillon und damit im Trockenen. Fazit dieses Rosenmontags: Kirn kann Karneval – laut, bunt und herzlich. Selbst einsetzender Regen konnte den närrischen Zusammenhalt nicht völlig vertreiben.

Kirn Helau – bis in zwei Jahren!

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