27 Mal Zugnummern-Helau und kein bisschen leise – Merxheim dreht am Narren-Rad!

Wenn der Merxheimer Wind ruft, dann weiß ganz Merxheim: Jetzt wird’s närrisch – und zwar mit Ansage! Punkt 13.11 Uhr (jawohl, auf die Minute, schließlich sind wir hier nicht bei der Deutschen Bahn) setzte sich der Fastnachtsumzug mit 27 stolzen Zugnummern in Bewegung. Und was für eine Bewegung das war! Schnuckelig war er, der Zug – nicht zu groß, nicht zu klein, sondern genau richtig, um das Dorf in einen Hexenkessel aus Konfetti, Kamelle und kollektiver Heiterkeit zu verwandeln. Und das Beste daran, das Wetter spielte mit. Am Straßenrand standen sie dicht gedrängt: Cowboys neben Einhörnern, Piraten neben Bienen und mindestens drei verkleidete Gartenzwerge, die „Helau!“ riefen, als ginge es um die Weltmeisterschaft im Narrenjubel. Die Motivwagen? Hingucker! Da wurde geschraubt, geklebt und getüftelt, bis selbst der letzte Pappkarton aussah wie ein Meisterwerk der Fastnachtskunst. Fantasie kannte hier keine Grenzen – und manchmal offenbar auch keine Statikvorschriften.

Aber genau das macht es ja aus! Sogar musikalische Verstärkung aus Bad Sobernheim war angereist. Der Musikverein brachte – ganz ohne „Bum, Bum“, dafür mit analogem Schwung – Stimmung in die Gassen, sodass selbst die größten Fastnachtsmuffel zumindest mit dem Fuß wippten. Oder so taten, als wollten sie nicht – und doch mussten. Und dann das Wurfmaterial! Liebe Zugteilnehmer, ihr habt es eskalieren lassen. Es regnete Süßigkeiten in einer Dichte, bei der selbst Meteorologen nervös geworden wären. Die Kinder? Im Sammelrausch! Mit randvollen Tüten und dem strategischen Blick kleiner Schatzjäger wurde jedes noch so versteckte Bonbon gesichert. Manche Eltern dürften sich bereits fragen, wo sie die Beute bis Ostern verstecken sollen. Respekt, Merxheim! Das war richtig, richtig gut – ein Umzug mit Herz, Humor und ordentlich Helau-Power. Und wer danach noch nicht genug hatte, feierte vermutlich in der Halle weiter – bis selbst die letzten Konfettis freiwillig aufgegeben haben.

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