Die Kirner Privatbrauerei sorgt für frischen Wind in der Branche – im wahrsten Sinne des Wortes. Das Unternehmen plant, ein hochmodernes Windrad auf seinem Schornstein zu installieren und damit einen Meilenstein in Sachen Nachhaltigkeit zu setzen. Die Montage soll in den kommenden Monaten erfolgen, und bereits jetzt sorgt das Vorhaben für Aufsehen. Passend zur neuen Energiequelle bringt die Brauerei eine exklusive Biersorte auf den Markt – das „Kirner Windstärke 7“. „Wir wollten die Energie unseres zukünftigen Windrads direkt ins Glas bringen“, erklärt Brauereichef Sven Schirmer. „‚Windstärke 7‘ ist ein leichtes, spritziges Lagerbier mit einem Alkoholgehalt von 3,7 %, das durch eine besondere Kalthopfung veredelt wird. Es vereint die angenehme Frische eines klassischen Lagers mit einer dezenten, fruchtigen Hopfennote – perfekt für Genießer, die es leicht, aber dennoch aromatisch mögen.“ Das Bier zeichnet sich durch feine Zitrus- und Kräuternoten aus, die von einer sanften Malzsüße begleitet werden. Im Abgang bleibt es trocken und erfrischend – „wie eine kühle Brise an einem Sommertag“, so Schirmer.
Die Flaschen bekommen ein eigens gestaltetes Etikett: Ein stilisiertes Windrad thront über der Kirner Skyline, während eine Windrose die vier zentralen Geschmacksrichtungen symbolisiert: fruchtig, frisch, leicht und würzig. Darunter prangt der Schriftzug: „Mit Rückenwind gebraut“. Wichtig zu wissen: Das abgebildete Windrad ist bislang nur ein Symbolbild, da die Montage noch bevorsteht. Die Rotor-Technologie des Windrads wurde in Zusammenarbeit mit der TU Kaiserslautern entwickelt und ist perfekt auf die Windverhältnisse in Kirn abgestimmt. Eine spezielle Schwingungsdämpfung soll den denkmalgeschützten Schornstein schützen, und der Betrieb wird nahezu geräuschlos sein. „Weder die Nachbarn noch unsere Braumeister müssen sich Sorgen machen – außer vielleicht, dass der erste Sud ‚Windstärke 7‘ zu schnell ausverkauft ist“, scherzt Projektleiter Dr. Daniel Triebdüse von der TU.
Bürgermeister Frank Ensminger zeigt sich begeistert: „Mit diesem Projekt zeigt die Kirner Brauerei, dass Tradition und Fortschritt perfekt zusammenpassen. Ein echtes Vorzeigeprojekt für nachhaltige Braukunst – und ein Bier, das sicherlich viele Freunde finden wird.“ Insider berichten bereits von regem Interesse aus der Branche: Vertreter anderer namhafter Brauereien – unter anderem aus Bitburg – sollen sich schon erkundigt haben. Ob das Kirner Windrad eine neue Ära in der Brauwirtschaft einläutet, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch: Mit „Windstärke 7“ bekommt der Biermarkt eine frische Brise, un die weht aus Kirn.