Die Schmidtburg bei Schneppenbach ist derzeit gesperrt. Als Begründung nennen die Verantwortlichen festgestellte Gefahrenstellen. Doch welche Gefahren liegen konkret vor? Wie groß ist das Ausmaß und warum musste die gesamte Anlage gesperrt werden? Die Kirner-Land-Nachrichten haben nachgefragt, um genauere Informationen zu erhalten. Die Antwort bringt jedoch kaum neue Erkenntnisse. Die Verantwortlichen erklären, dass Gefahrenstellen festgestellt worden seien und die notwendigen Maßnahmen zur Prüfung der Situation und zur Beseitigung der Gefahren eingeleitet wurden. Sobald Ergebnisse vorlägen, werde die Bevölkerung über die weiteren Schritte informiert. Das kann vieles bedeutet. Vermutlich ist das Ausmaß keine Kleinigkeit, die man im Nu beseitigt. Das ist allerdings nur ein Verdacht.
Damit bleibt es bei der bereits bekannten allgemeinen Begründung. Welche Schäden festgestellt wurden, welche Bereiche betroffen sind und worin die konkrete Gefahr besteht, wird weiterhin nicht erläutert. Ob es beispielsweise um Schäden am Mauerwerk oder mögliche Steinschlaggefahr geht, ist nicht bekannt. Über die tatsächlichen Ursachen lässt sich deshalb nur spekulieren. Dass fachliche Untersuchungen Zeit benötigen und voreilige Aussagen vermieden werden sollten, ist nachvollziehbar. Dennoch stellt sich die Frage, weshalb nicht zumindest der bisherige Kenntnisstand näher erläutert wird. Für Besucherinnen und Besucher wäre es hilfreich zu erfahren, warum die gesamte Burg gesperrt werden musste und wann mit ersten Ergebnissen zu rechnen ist.
Fest steht: Die Traumschleife Hahnenbachtal kann weiterhin begangen werden. Die Route wurde um die Schmidtburg herumgeführt und entsprechend ausgeschildert. Die Burg selbst bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Wann eine Wiederöffnung möglich ist, steht noch nicht fest. Die entscheidende Frage bleibt daher unbeantwortet: Was wurde an der Schmidtburg konkret festgestellt und wie groß ist das Ausmaß der Gefahren? Die schriftliche Antwort geht über die ursprüngliche Sperrungsmitteilung auf der Internetseite nicht hinaus. Bis die Untersuchungsergebnisse vorliegen, wäre zumindest eine verständliche Einordnung des bisherigen Kenntnisstands wünschenswert. Schließlich betrifft die Sperrung ein bedeutendes historisches Ausflugsziel im Kirner Land und das öffentliche Interesse an den Hintergründen ist nachvollziehbar.




