Bei den wiederkehrenden Beiträgen für Schmutz- und Niederschlagswasser in der Verbandsgemeinde Kirner Land müssen die Berechnungsgrundlagen für die Jahre 2022 bis 2024 korrigiert werden. Bei einer Überprüfung wurde festgestellt, dass die ursprünglich angesetzten Flächen deutlich zu niedrig waren. Dadurch fielen die Beitragssätze höher aus als erforderlich. Beim Schmutzwasser erhöhte sich die ermittelte Fläche für 2022 von rund 6,89 auf 7,98 Millionen Quadratmeter. Beim Niederschlagswasser stieg sie im selben Zeitraum von etwa 2,87 auf 3,92 Millionen Quadratmeter. Auch für 2023 und 2024 wurden die Flächen entsprechend angepasst. Infolgedessen sollen die Beitragssätze sinken. Beim Schmutzwasser ist für 2022 eine Reduzierung von 11 auf 9 Cent je Quadratmeter vorgesehen, für 2023 von 13 auf 10 Cent. Beim Niederschlagswasser soll der Satz für 2022 von 35 auf 26 Cent und für 2023 und 2024 von 44 auf 31 Cent je Quadratmeter zurückgehen.
Für die Verbraucher bedeutet die Neuberechnung allerdings nicht zwangsläufig eine Erstattung. Da für die betreffenden Jahre aufgrund der vorläufigen Bescheide zunächst nur 70 Prozent der Beiträge gezahlt werden mussten, sind nach der endgültigen Festsetzung noch Nachzahlungen erforderlich. Diese dürften durch die korrigierten Flächen und die dadurch niedrigeren Beitragssätze jedoch moderat ausfallen. Nach Angaben der Verwaltung wurden die Grundstücke inzwischen vollständig überprüft. Offen bleibt, wie es zu den erheblichen Abweichungen bei den ursprünglich angesetzten Flächen kommen konnte und welche Maßnahmen künftig vergleichbare Fehler verhindern sollen. Der Beschluss über die angepassten Beitragssätze soll am 29. Oktober im Werkausschuss behandelt werden. Die endgültige Entscheidung steht somit noch aus.




