Bürgerstimme zum Windpark in Heimweiler

Die Rubrik „Bürgerstimme“ ist neu bei den Kirner-Land-Nachrichten: ein Forum für alles, was nervt, schief läuft oder stilles Kopfschütteln auslöst. Kurz: für all das, was Öffentlichkeit verdient – und bisher keine hatte. Heute hat Silvia Müller aus Mainz das Wort. Sie äußert sich zum geplanten Windpark in Heimweiler. Die Diskussion um den geplanten Windpark bei Heimweiler sorgt weiter für Unruhe. Sie führt den Stift bei den nachfolgenden Zeilen.

Als ehemalige „Heimweilerin“ verfolge ich zurzeit äußerst gespannt die Ereignisse hinsichtlich des geplanten Windparks rund um die bis dato recht beschauliche Gemeinde. Ich würde mich sehr freuen, wenn meine Gedanken dazu in Ihren Blog „Bürgerstimme“ allen Interessierten zugänglich gemacht würden. Einleitend möchte ich sagen, dass ich das Projekt Windpark ökologisch zwar äußerst bedenklich und fragwürdig sehe, aber aufgrund fehlender Fachkompetenz mir kein Urteil erlauben kann und will. Ökonomisch kann ich jedoch, auch durch meine unverändert guten Kontakte in die Gemeinde, durchaus ein qualifiziertes Statement erlauben. Die Bevölkerung in Heimweiler ist zum überwiegenden Teil nicht erfreut über diese Anlage, zumal die Aussicht auf monetäre Vorteile für die Gemeinde absolut überschaubar ist.

Durch einen Beschluss des Gemeinderates in 2023 und 2025 wird der Bürgermeister zu seiner Ehrenamts-Entlohnung für 1 Tag pro Woche = ca. 2 Monate im Jahr von der Gemeinde finanziert von seinem Arbeitgeber freigestellt. Zunächst wurde diese Freistellung mit den administrativen Tätigkeiten, die den Umbau des Bürgerhauses betreffen, begründet, was jedoch, nachdem die Maßnahme tatsächlich erst kürzlich angelaufen ist, unmittelbar an den eigens gegründeten Bauausschuss delegiert wurde. Da es in der Gemeinde weder einen Kindergarten, Dorfladen, Baugebiet, Radweg oder ähnliches gibt, die es intensiv zu betreuen gilt, stellt sich somit die Frage, was der Mehrwert der großzügigen Freistellung für die Bewohner ist. Wenn man zudem noch erlebt, dass der OB bei Festen und Vereinsfeiern lieber vor statt hinter der Theke steht und auch bei Arbeitseinsätzen eher Worte statt Taten folgen lässt, ist es schon fraglich, ob man die Landschaft den nachfolgenden Generationen zugunsten einzelner „verschandeln“ will.

Zusammenfassend möchte ich mit belegbaren Zahlen das Ausmaß deutlich machen. Die Gemeinde wird durch die Freistellung aktuell mit einem 5-stelligen Betrag im Jahr belastet, was auf die Amtszeit des OB gesehen knapp 6-stellig werden wird. Vor dem Hintergrund, dass Heimweiler nur indirekt von den Subventionen und Förderung partizipieren wird, ist Stand heute davon auszugehen, dass es keinerlei Gründe für die breite Bevölkerung geben kann, dieser Maßnahme zuzustimmen.

Egoismus vor Ökonomie könnte man somit schlussfolgern…

Mit freundlichen Grüßen
Silvia Müller
55128 Mainz

2 thoughts on “Bürgerstimme zum Windpark in Heimweiler

  1. Liebe Frau Müller,

    offenkundig geht es Ihnen gar nicht um den Windpark, sondern um eine Verunglimpfung von Herrn Setz. Warum Sie aus der Ferne dessen Arbeit öffentlich abwerten, bleibt Ihr Geheimnis.
    Oder steckt dahinter womöglich Methode?
    Ihr Beitrag ist in Duktus und Wortwahl einem früheren Kommentar von Kacper Wisniewski auffallend ähnlich, so dass sich der Verdacht aufdrängt, dass hier gezielt das Ansehen des OB beschädigt werden soll.
    Wir brauchen Menschen, die sich in den Dienst der Kommunen stellen heute mehr denn je, wie Sie dem SWR-Beitrag entnehmen können.

    https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/mainz/ortsbuergermeister-von-heimweiler-tritt-bei-kommunalwahl-wieder-an-und-setzt-auf-unterstuetzung-104.html

    1. Guten Morgen Herr „Blank“,
       
      ob es Menschen, die offensichtlich nicht mehr in der Gemeinde leben und daraus auch keinen Hehl machen nicht zusteht eine Meinung über Ihre ehemalige Heimat zu haben lasse ich gerne unkommentiert.
       
      Ich selbst habe vor 5 Jahren mein Abitur in Kirn gemacht und würde, wenn ich gefragt werden sollte, dennoch eine (sehr gute) Meinung zum hiesigen Gymnasium haben und diese auch vertreten wollen.
       
      Ob Frau Müller mit Ihrer subjektiven Einschätzung richtig liegt, mag dahingestellt sein.
       
      Die von Ihr aufgeführten Zahlen zur zusätzlichen Entlohnung sind offensichtlich faktenbasierend.
       
      Und dann stellt sich schon die Frage was geschehen würde, wenn die übrigen 21 Gemeindevorstände im Kirner-Land diesem Beispiel folgenleistend auch zusätzlich finanzielle Unterstützung einfordern würden.
       
      Die dann fälligen Millionen sollten besser in den Orten verbleiben um Kindergärten, Schulen oder Sportstätten etc. zu fördern.
       
      Bezogen auf den von Ihnen zitierten Zeitungsartikel und der Frage, ob die Kommunen diese Art „Ehrenamt“ braucht lautet meine klare Antwort:
       
      NEIN

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