Der Kandidat für den Wahlkreis 18, Matthias Klee, sprach sich in einem Facebook-Beitrag deutlich für den Fortbestand des Standorts als vollwertiges Akutkrankenhaus aus. In seiner Stellungnahme kritisierte er, dass sich die öffentliche Debatte zu sehr um die Frage drehe, wie sich die Klinik „wieder rechnen“ könne. Ein Krankenhaus sei keine Fabrikhalle mit angeschlossenem Businessplan, sondern Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Niemand prüfe bei Feuerwehr oder Polizei vor dem Einsatz die Monatsbilanz – bei der Gesundheitsversorgung hingegen werde regelmäßig der Taschenrechner mit auf Visite genommen. Klee betonte, Krankenhäuser müssten jederzeit funktionieren: nachts, an Wochenenden und an Feiertagen – und ohne betriebswirtschaftliche Terminvereinbarung.
Mit Blick auf mögliche Strukturveränderungen stellte er klar, dass eine Umwandlung oder Herabstufung des Hauses für ihn nicht infrage komme. Ein Akutkrankenhaus sei keine freiwillige Leistung, sondern grundlegende Infrastruktur. Wer ländliche Räume stärken wolle, müsse auch deren medizinische Versorgung sichern. Abschließend rief Klee dazu auf, die Diskussion sachlich, aber entschlossen zu führen. Die Botschaft sei eindeutig: Das Kirner Krankenhaus soll bleiben, was es ist – ein Ort schneller und umfassender medizinischer Hilfe, keine betriebswirtschaftliche Rechenaufgabe mit Notaufnahme. „Ich will eine Politik, die aufhört, Excel-Tabellen über Menschenleben zu stellen. Wir müssen die Hoffnung organisieren und unsere Klinik schützen – als das, was sie ist: Ein Ort zum Gesundwerden für alle Patient:innen, keine Rendite-Maschine.„




