Wieder einmal ist das Jahr an uns vorbeigezogen, als hätte es einen turbogeladenen Antrieb. Fast wie ein kurzes Treffen mit der Zeit: einmal zugewunken – und schon war es vorbei. 2025 konnte sich dabei erneut nicht entscheiden, ob es eher Drama oder Komödie – Beispiel Solarpark-Debatten – sein wollte. Sicher ist nur: Als Jahr der großen Aufbruchsstimmung und gelebter Harmonie wird es kaum in Erinnerung bleiben. Ganz ohne Geschichten ging es im Kirner Land nicht. Hier und da gab es Ereignisse, die zumindest ein Schmunzeln zuließen. „The same procedure as every year?“ – diese Frage drängte sich mehr als einmal auf. Wären politische Trägheit und ausgeprägte Mitnahmeeffekte olympische Disziplinen, hätte man wohl Medaillenhoffnungen anmelden können.
Der Stillstand in Übergröße erwies sich dabei als beständiger Begleiter des Jahres. Gesellschaftlich zeigte sich hingegen ein anderes Bild. Dort war Bewegung spürbar, wurde gefeiert und zusammengekommen, als gäbe es kein Morgen. Für einen Moment rückten Sorgen in den Hintergrund. Und genau das tat gut. Solche Augenblicke erinnern daran, wie wichtig es ist, das Leben auch jenseits von Debatten und Blockaden zu genießen. Und 2026? Das bleibt abzuwarten. Vielleicht bringt das neue Jahr ein wenig Aufbruch, vielleicht auch ein vertrautes „Weiter so“. Eines aber scheint sicher: Langweilig dürfte es nicht werden. Wir dürfen gespannt sein, was kommt.




