Der Umzug, der niemals kommt – Kirner Land im Stand-by-Modus


Naheabwärts läuft es: Das neue Gebäude der VG-Werke „Nahe-Glan“ ist entrümpelt, der Bauantrag steht kurz vor der Einreichung, und der Zeitplan bis 2026 ist klar. Da wird gearbeitet, entschieden, umgesetzt. Man könnte fast meinen, Verwaltung könne tatsächlich Tempo machen. Und das Kirner Land? Dort wartet man offenbar noch immer auf den sagenumwobenen Schalter, mit dem man Projekte in Bewegung setzt. Laut Fusionsvertrag hätte der Umzug der Werke nämlich schon Ende 2023 abgeschlossen sein sollen. Doch statt Fortschritt gibt es Schweigen, statt Maßnahmen vertagte Gespräche und statt Terminen bestenfalls vage Andeutungen. Der Umzug ins Obergeschoss des Rathauses in der Kirchstraße ist seit Jahren beschlossen, angekündigt und innerlich vermutlich mehrfach gefeiert worden – nur vollzogen wurde er nie. In Kirn stellt man sich deshalb inzwischen durchaus ernst gemeint, aber mit zunehmendem Humor die Frage: Wer legt hier eigentlich den Schalter um? Und weiß der VG-Bürgermeister überhaupt, wo dieser Schalter liegt? Oder wurde er irgendwann zwischen Aktenregal und Dienstbesprechung dauerhaft verlegt? Optimisten glauben, der Umzug passiert noch in dieser Amtszeit. Realisten rechnen eher mit ein paar Jahren mehr. Und Zyniker sagen: Vielleicht ist alles pünktlich fertig zur goldenen Jubiläumsfeier der Fusion. Bis dahin bewegt sich Naheabwärts – und Kirn bewegt Termine.


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