Die Rubrik „Bürgerstimme“ ist neu bei den Kirner-Land-Nachrichten: ein Forum für alles, was nervt, schief läuft oder stilles Kopfschütteln auslöst. Kurz: für all das, was Öffentlichkeit verdient – und bisher keine hatte. Heute hat Dieter Kissel aus Hennweiler das Wort. Er hat eine schriftliche Eingabe an Ortsbürgermeister Michael Schmidt eingereicht. Darin schlägt er vor, den Tagesordnungspunkt Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Teilgebiet „Hennweiler Süd und Ost zu verschieben. Über diesen Punkt soll am morgigen 27. November im Rat beraten und entschieden werden. Ob der Vorschlag Gehör findet bleibt abzuwarten. Seine Begründung ist dem folgenden Originaltext zu entnehmen. Er führt den Stift bei den nachfolgenden Zeilen:
Sehr geehrter Herr Ortsbürgermeister Schmidt,
sehr geehrte Mitglieder des Ortsgemeinderates,
hiermit bitte ich Sie, den obigen Tagesordnungspunkt 1. im öffentlichen Teil der Sitzung im Einvernehmen mit dem Gemeinderat von der Tagesordnung abzusetzen.| Vorschlagsweise sollte über diese, für die Ortsgemeinde Hennweiler und ihre Bürger richtungweisende Entscheidung, zunächst eine umfassende Bürgerinformation stattfinden. Alle Einwohnerinnen und Einwohner, – vor allem auch die nachfolgenden Generationen, – sollten über die geplanten FFPV-Anlagen den gleichen Informationsstand haben wie Projektierer, Grundstückseigentümer und Gemeinderat, um ihre Meinung einbringen zu können.
Es ist daher unerlässlich, dass der Dialog offen gestaltet wird und die Anliegen der Bürgerschaft aktiv in die Entscheidungsfindung einfließen. Nur durch eine umfassende Beteiligung und transparente Kommunikation kann gewährleistet werden, dass die Interessen aller Betroffenen angemessen berücksichtigt werden. Danach könnte eine Beschlussfassung über die Aufstellung eines B-Planes für das Teilgebiet „Hennweiler Süd und Ost“ in einem gut vorbereiteten Rahmen stattfinden. Idealerweise würde dieser Ablauf nicht nur die Interessen aller Betroffenen berücksichtigen, sondern auch sicherstellen, dass unterschiedliche Standpunkte gehört und sorgfältig abgewogen werden. Auf diese Weise ließe sich ein größtmögliches Maß an Akzeptanz und Transparenz erzielen, welches letztlich zu einer tragfähigen Entscheidung im Sinne der gesamten Dorfgemeinschaft beitragen würde.
Ich danke Ihnen im Voraus für die Prüfung des Anliegens, hoffe auf eine bürgernahe Vorgehensweise und bitte um eine schriftliche Ergebnisübermittlung.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Kissel





Als relativ neu zugezogener Hennweiler Bürger kann ich das Anliegen von Hr. Kissel nur unterstützen.
Meines Erachtens liegt es im Interesse aller Bürger und Bürgerinnen von Hennweiler vor Beschlussfassung ausführlich über geplante Vorhaben informiert zu werden.
Alles andere hinterläßt, wie man im Schwäbischen sagt, ein „Geschmäckle“.
Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen! Die Gründe eines Gemeinderates sind nicht immer deckungsgleich von Betroffenen und hier wird nicht über eine Kleinigkeit beraten und entschieden.