Ein Bauamt ist das Rückgrat jeder Kommune – und das sollte man sich im Idealfall nicht ständig verrenken. Doch genau das geschieht offenbar in der Verbandsgemeinde Kirner Land. Die Leitung des Bauamts gleicht inzwischen einem Schleudersitz im Dauerbetrieb: Kaum hat sich jemand eingearbeitet, geht’s auch schon wieder durch die Luke. Bei einem Fußballverein wäre das längst Grund für eine Krisensitzung. Hier aber geht es nicht um Punkte oder Tabellenplätze, sondern um Infrastruktur, Wohnraum und Hochwasserschutz – also um Themen, die für die Zukunft einer Region entscheidend sind.
Der momentane Leiter Norman Barth verlässt die Verbandsgemeinde, die Stelle wurde in den vergangenen Monaten mehrfach großformatig ausgeschrieben. Das Bauamt ist schließlich das technische Herzstück jeder Verwaltung: Hier werden Förderanträge geschrieben, Projekte betreut, Bebauungspläne entworfen, Brücken repariert – und manchmal auch Gräben zugeschüttet, politisch wie baulich. Nun deutet vieles auf eine interne Lösung hin. Nach Flurfunk soll Sven Schäfer, bisher Leiter des Sozialbereichs, zusätzlich das Bauamt übernehmen. Warum also die aufwendige Ausschreibung im Vorfeld? Fachlich bringt Schäfer nicht die gefordete Qualifikation mit – weder Architektur noch Bauingenieurwesen oder Städteplanung stehen auf seinem Lebenslauf. Kann er sich in die Materie einarbeiten? Möglich. Aber das braucht Zeit – und Zeit ist gerade jetzt Mangelware.
Denn viele Projekte liegen brach. Gerade in einer Phase, in der der Bund großzügig Fördergelder bereitstellt, wäre ein starkes Bauamt wichtiger denn je. Eine interne Besetzung ohne spezifische Fachkenntnisse mag auf den ersten Blick fassungslos machen – und wird es wohl auch. Auf den zweiten Blick aber liegt darin ein gewisser Charme: Die Verwaltung könnte verschlankt, Entscheidungswege verkürzt und Ressourcen effizienter gebündelt werden. Ob Effizienz und Fachkompetenz in diesem Fall jedoch wirklich Hand in Hand gehen, bleibt offen. Zweifel sind angebracht. Gut vorstellbar das die Bürgermeister Sturm laufen werden gegen diese Personalie. Ohne Expertise befürchten die Stillstand. Noch funkt nur der Flurfunk – aber der sendet in dieser Personalie besonders laut. Und wie man weiß: Ganz selten liegt er daneben. Warten wir’s ab.





Wieder einmal ein Paradebeispiel das Personalthemen und Mitarbeiterführung nicht die Kernkompetenz des Führungsstabs der Verwaltung ist.
Wenn dann noch wie oben beschrieben ein Bewerber auserkoren wird der die erforderliche, fachliche Eignung gänzlich vermissen lässt kann von „meisterlich“ keine Rede sein.
Dass es in der Vergangenheit Mitarbeiter gab, die das erforderliche Stellenprofil perfekt abgebildet und über jahrzehntelange Erfahrung auf dem Gebiet verfügt haben und diese Kompetenz mittlerweile (zunächst) unfreiwillig in einer benachbarten VG einbringen ist umso schmerzlicher für die Kirner-Verwaltung.
Darüber hinaus hat sich ein externer Interessent mit deutlich besseren Qualifikationen und viel Erfahrung in diesem Bereich mit Unverständnis über die Ablehnung seiner Bewerbung geäußert.
Kommt man mit dieser Entscheidung dem vor kurzen bereits geäußerten Wunsch von Herrn Schäfer auf Höhergruppierung somit auf „Umwegen“ nach oder will man bewusst keinen Input und Aufschwung von außen.
Rein subjektiv scheint der Cheftrainer wohl keine Vertragsverlängerung mehr anzustreben oder als aussichtslos zu empfinden und lässt die verbliebene Zeit gefühlt „runterlaufen“.
Fachlich ist da jetzt gerade mal nicht so wichtig . Hören muss er was er gesagt bekommt . Hat man keinen in der Hinterhand dem man noch was schuldig ist ———— Ich frag da für einen Freund .